Sandstraße in Ascheberg: Bald wird es ziemlich eng für Autofahrer

Redakteur
Eine Frau steht in der Sandstraße in Ascheberg.
Gesche Ahmann erläuterte den aktuellen Planungsstand bei der Umgestaltung der Sandstraße. © Montage Püschner / Lohaus - Carl
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Die Umgestaltung der Sandstraße ist der zweite von vier Bausteinen des Mammutprojekts Ortskern-Umgestaltung in Ascheberg. Sie folgt auf die Umgestaltung des Eschenplatzes. Anschließend stehen dann noch der Katharinenplatz und der Lambertus-Kirchplatz auf der Agenda. Die ersten Entwürfe hatte die Gemeinde bereits im Sommer 2020 vorgestellt. Nun wird die Sache auch im Falle der Sandstraße konkreter.

Gesche Ahmann, Fachgruppenleiterin Bauen und Wohnen bei der Gemeinde Ascheberg, erläuterte im Bau- und Planungsausschuss den aktuellen Stand der Dinge. Demnach wurde der ursprüngliche Entwurf unter anderem insofern angepasst, als dass die Fahrbahn für den motorisierten Verkehr deutlich schmaler ausfällt als jetzt. Sowohl in der Sandstraße als auch in der Himmelstraße soll die Fahrbahn dann nur noch 4,50 Meter breit sein. Das schafft mehr Raum für den Fußverkehr.

Zahl der Stellplätze soll sich nicht verändern

Gleichwohl soll sich die Zahl der Stellplätze nicht verändern, wie Ahmann betonte. Man werde letztere allerdings wohl etwas verschieben. Das gilt auch für die Fahrbahn in der Himmelstraße, wodurch Platz für Außengastronomie geschaffen werden soll. Der Plan ist allerdings noch nicht in Stein gemeißelt. In einem nächsten Schritt will die Gemeinde an die Bürger herantreten und mit ihnen diskutieren. Voraussichtlich am 29. und 30. April will man dies in Form von Spaziergängen vor Ort tun.

Der Entwurf für die Sandstraße in Ascheberg.
So sieht der aktuelle Entwurf für die Sandstraße aus. © Gemeinde Ascheberg

Bei der Politik stießen die aktuellen Entwürfe im Großen und Ganzen auf Zustimmung. Auch wenn sich manch einer noch etwas drastischere Schritte gewünscht hätte. „Wir hatten ja schon die Idee, den motorisierten Verkehr ganz aus dem Bereich rauszuhalten. Das hätte für das Einkaufsverhalten und auch für die Gastronomie Vorteile“, sagte etwa Christian Ley (SPD). Dennoch zeige der aktuelle Entwurf zumindest „in die richtige Richtung“.

Reine Fahrradstraße hätte einen großen Nachteil

Ziel sollte es jedoch weiterhin sein, den Durchfahrtsverkehr so gut es geht zu unterbinden. Man müsse es den Autofahrern baulich möglichst schwierig machen, dort hindurchzukommen, so Ley. Überlegungen hatte es auch über eine Ausweisung als Fahrradstraße gegeben. Den Nachteil daran brachte Ahmann kurz und knapp auf den Punkt: In einer Fahrradstraße könne man die zulässige Geschwindigkeit nur bis auf 30 km/h begrenzen. Die aktuellen Planungen sehen allerdings sogar ein Tempolimit von 20 km/h vor.