Schloss Westerwinkel: Heitbaums Kreuz in Herbern hat nun einen Nachfolger

Heitbaums Kreuz

Von 1946 bis in die 80er Jahre stand im Wald am Schloss Westerwinkel Heitbaums Kreuz. Mit den Jahren verwitterte es und verschwand. Nun erinnert ein neues Kreuz an seine Geschichte.

Herbern

, 24.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Heitbaums Kreuz hat nun wieder ein Kreuz, nachdem das alte aus Holz mit den Jahrzehnten der Witterung zum Opfer gefallen war. Am Ende war sogar ein Baum auf die Stelle gefallen.

Heitbaums Kreuz hat nun wieder ein Kreuz, nachdem das alte aus Holz mit den Jahrzehnten der Witterung zum Opfer gefallen war. Am Ende war sogar ein Baum auf die Stelle gefallen. © Claudia Hurek

Seit Jahrzehnten ist den Herbernern Heitbaums Kreuz im Wald am Schloss Westerwinkel bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg und als Dank, dass seine drei Söhne lebend und unversehrt wieder nach Hause kamen, hatte Heinrich Heitbaum das ehemalige Holzkreuz 1946 am Rande seines Pachthofes errichtet.

Bis in die 80er Jahre stand es an der Wegegabelung am Waldrand. Doch mit den Jahren setzte die Witterung dem Kreuz zu, bis es letztendlich ganz verschwand. Stefan Grünert, Rentmeister am Schloss Westerwinkel, brachte das vergangenes Jahr auf die Idee, diese markante Wanderstelle mit einem neuen Kreuz auszustatten.

So entstand die Idee, der Stelle wieder ein Wegekreuz zu geben

Denn das Schloss hatte bereits eines: Das Grabkreuz der Gräfin Sophie von Merveldt, die von 1872 bis 1952 gelebt hat. Nachdem das Grab auf dem Herberner Friedhof aufgelöst worden war, wurde es im Schloss für Jahrzehnte eingelagert. „Man hat dann dieses Kreuz aus Sandstein immer von einer Ecke in die andere geschoben“, so Grünert. So entstand die Idee, dieses Kreuz umzufunktionieren.

Diese Plakette ist an dem neuen Wegekreuz angebracht.

Diese Plakette ist an dem neuen Wegekreuz angebracht. © Claudia Hurek

Im Herbst vergangenen Jahres wurde an der Stelle im Wald ein Backsteinsockel errichtet und das Kreuz oben drauf gesetzt. Ein Messingschild am Sockel erinnert die Nachwelt nun nicht nur an die Geschichte der heimgekehrten Söhne, sondern auch an die Gräfin Sophie von Merveldt.

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