Nicht nur für Lockdown gerüstet: Ascheberger Schulen sind digital auf dem besten Weg

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Die Ascheberger Schulen sind digital gut aufgestellt. Zu diesem Urteil kommt die Verwaltung mit Blick auf die jüngsten Anschaffungen. Und bald könnte sich das Technik-Puzzle vervollständigen.

Ascheberg

, 01.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist so etwas wie das neue technische Schmuckstück der Profilschule Ascheberg: das Medialab. Ein Raum voll mit Technik, die es den Schülern unter anderem ermöglicht, eigene Lehrvideos und Podcasts zu erstellen. Große Bildschirme, ein 3D-Drucker und aller Voraussicht nach bald auch eine Drohne und Roboter sind hier beheimatet. Technisch steht die Schule schon jetzt bestens da. Und auch die Grundschulen der Gemeinde sind auf einem guten Stand, wie Helmut Sunderhaus vom Fachbereich Allgemeine Verwaltung, Finanzen und Wirtschaftsförderung in der jüngsten Sitzung des Schul- und Kulturausschusses erklärte.

Dass es zudem in Sachen Ausstattung mit mobilen Endgeräten bald sogar noch besser aussehen könnte, verdankt die Gemeinde nicht zuletzt dem Sofortausstattungsprogramm des Bundes. Dabei handelt es sich um eine Zusatzvereinbarung zum Digitalpakt Schule. 47.0000 Euro bekommt Ascheberg dadurch für die Beschaffung von mobilen Endgeräten für Schüler. Weitere 47.000 Euro gibt‘s vom Land für Endgeräte, mit denen die Lehrkräfte ausgestattet werden sollen.

Homeschooling im Falle eines neuen Lockdowns

Das Ziel: Sollte es coronabedingt erneut zu einem Lockdown kommen, muss sichergestellt sein, dass jeder Schüler und jeder Lehrer am Homeschooling teilnehmen kann. Und das ist schon rein rechtlich nötig, wie Profilschulleiter Jens Dunkel betonte. Denn während die Schulen im Zuge des vergangenen Lockdowns dazu aufgefordert waren, freiwillige Lernangebote bereitzustellen, sei man von nun an dazu verpflichtet, im erneuten Lockdown-Fall Distanzunterricht anzubieten. Die Schüler hätten im Gegenzug eine Teilnahmepflicht.

„Das ist jetzt eine sehr gute Situation für uns“, meinte Dunkel mit Blick auf die zusätzlichen Gelder. Durch die steigt nämlich nicht nur die Chance auf eine 1:1-Ausstattung - also der Umstand, dass wirklich jeder Schüler ein eigenes Endgerät bekommt. Es geht auch darum, einheitliche technische Voraussetzungen zu schaffen. Das erleichtert das Arbeiten und die Wartung der Geräte.

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Um wirklich alle Schüler auszustatten, müsste die Gemeinde allerdings noch 52.000 Euro aus eigener Tasche zahlen. Und ob die Geräte dann auch tatsächlich zeitnah eintreffen, ist angesichts der aktuell großen Nachfrage laut Sunderhaus unklar. „Wir hoffen auf dieses Jahr“, sagte der Fachbereichsleiter. Die Geräte wären in jedem Fall „schulgebunden“. Heißt: Die Schüler können Sie gegebenenfalls mit nach Hause nehmen, dürfen sie allerdings nicht zu privaten Zwecken nutzen. Zudem bleiben die Geräte Eigentum der Schule.

Die Profilschule hatte die Sommerferien bereits dazu genutzt, die Klassenräume grundlegend zu modernisieren, sodass inzwischen alle Räume in Ascheberg und Herbern über Großbildschirme, neue Klassen-PCs und Apple TV verfügen. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Unterricht in Zukunft ausschließlich digital erfolgt und die Schüler nur noch auf dem Tablet herumwischen. „Es gibt weiterhin Tafeln, Taschenrechner und Zirkel“, so Dunkel mit einem Augenzwinkern.

Ähnlich hatte es zuletzt bereits Medienberater und Lehrer Oliver Kasten im Zuge des Besuchs von Bürgermeister Dr. Bert Risthaus erklärt: „Neben Heft und Füller, Schulbuch und Kreidetafel sind die iPads ein weiteres Mittel, um das Lernen zu verbessern. Sie erweitern die Lernmöglichkeiten, sodass die Schülerinnen und Schüler digitale Informationen nicht nur konsumieren, sondern auch lernen, sie selbst zu produzieren.“

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