Sternschnuppen der Perseiden sind in der Nacht zu Donnerstag und Freitag am Himmel zu sehen. Und zwar wohl sehr gut, wie Hobby-Astronom Peter Maasewerd aus Ascheberg erklärt. Er gibt Tipps, wie man die vielen Sternschnuppen am besten beobachten kann. © dpa
Hobby-Astronomie

So viele Sternschnuppen wie sonst nie: Ascheberger gibt Tipps zum Beobachten von Perseiden

Ein Natur-Spektakel ist derzeit am Nacht-Himmel zu sehen. Die sogenannten Perseiden sind jetzt besonders gut zu erkennen. Ein Hobby-Astronom aus Ascheberg verrät, wie man die Sternschnuppen am besten beobachten kann.

Eigentlich ist es selten, dass man Sternschnuppen am Nachthimmel sieht. Dann sagt der Beobachter schnell: „Jetzt darfst du dir etwas wünschen!“ In der Nacht zu Donnerstag (12. August) und Freitag (13. August) hat man stattdessen mehrmals die Gelegenheit, das Natur-Spektakel zu beobachten. Denn dann findet der Höhepunkt des Meteorstroms statt.

„Ein Maximum von 100 Sternschnuppen in der Stunde sind um Mitternacht möglich. Das heißt, dass man sich für den Rest des Lebens etwas wünschen kann, wenn man es richtig macht“, sagt Peter Maasewerd mit einem Augenzwinkern. Der Hobby-Astronom aus Ascheberg, der schon hunderte Astrofotos gemacht hat, gibt Tipps, worauf man beim Beobachten der Perseiden achten sollte.

Tipp des Aschebergers: Blick in Richtung Nordosten schweifen lassen

Demnach sollte man es sich vor möglichst um Mitternacht mit freiem Blick in den Himmel gemütlich machen. „Man schaut dann am besten in Richtung Nordosten in Höhe von etwa 30 bis 40 Grad über dem Horizont“, sagt der Ascheberger. In diesem Jahr soll es laut Wettervorhersage einen wolkenfreien Himmel geben, sodass die Chancen gut stehen, viele der Sternschnuppen sehen zu können. Neben dem Maximum an Sternschnuppen um Mitternacht seien aber auch Stunden davor und danach weitere Perseiden am Nachthimmel zu sehen, erklärt der Hobby-Astronom.

Ob Galaxien, Sternschnuppen oder leuchtende Gasnebel - der Hobby-Astronom Peter Maasewerd aus Ascheberg hat schon hunderte Astro-Fotos gemacht.
Ob Galaxien, Sternschnuppen oder leuchtende Gasnebel – der Hobby-Astronom Peter Maasewerd aus Ascheberg hat schon hunderte Astro-Fotos gemacht. © Eva-Maria Spiller (A) © Eva-Maria Spiller (A)

Für Fotografen gibt Peter Maasewerd folgende Tipps: Spiegelreflexkamera nach Nordosten richten und möglichst mit einem lichtstarken Weitwinkel-Objektiv von 20 bis 35 Millimetern mit offener Blende und einer langen Belichtungszeit von 5 bis 15 Sekunden fotografieren. Die Serienbelichtung nutzen. Mit Programmen im Internet kann man laut Maasewerd dann die einzelnen Bilder später übereinander bringen.

Jährlich sind Perseiden zu beobachten

Ein Mal im Jahr kann man diese Perseiden, die aus der Richtung des Sternbilds Perseus kommen und Hinterlassenschaften des Schweifs des Kometen 109P/Swift-Tuttle sind, im Himmel beobachten. Jedes Jahr am 12. und 13. August wiederholt sich das Natur-Spektakel.

Den festen Termin für dieses Phänomen erklärt Maasewerd so: „Die Erde umkreist die Sonne in einem Jahr und kreuzt dabei jeweils zur gleichen Zeit die Staubfahne, die der Komet seinerzeit im All hinterlassen hat. Die Staubteilchen treten dabei mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein und erzeugen eine helle Leuchtspur, die man von der Erde aus beobachten kann“. In diesem Jahr spielt sogar das Wetter mit, um viele Sternschnuppen beobachten zu können – und um sich viele Wünsche auszudenken.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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