So will Hamm-Gas unter Herbern nach Gas bohren

Pläne vorgestellt

Das Ascheberger Unternehmen Daldrup soll unter Herbern-Nordick nach Gas bohren. Das hat am Mittwochmittag Hamm-Gas bei einer Pressekonferenz in Hamm mitgeteilt. Vor Pressevertretern präsentierte das Unternehmen seine Pläne. Wir sagen, welche Fragen bei dem Termin beantwortet wurden - und welche offen blieben.

HERBERN/HAMM

, 06.05.2015, 12:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hamm-Gas hat bei einer Pressekonferenz seinen Hauptbetriebsplan vorgestellt. Die Idylle des Kurbads Bad Hamm, in das das Unternehmen geladen hatte, trügt. Viele Fragen sind offen geblieben:

  • Ist in fast 1000 Meter Tiefe mit radioaktivem Gestein zu rechnen? Und welche Auswirkungen könnte das haben?
  • Die geplante Bohrung heißt "Aufsuchungsbohrung Herbern 58" - welche Ergebnisse haben die bisherigen 57 ergeben? Und wann wurde die letzte durchgeführt?
  • Und vor allem: Wie sieht der Versicherungsschutz für die Anwohner aus?

Weitere Fakten:

Wie teuer? 12 Millionen Euro will Hamm-Gas für insgesamt zwei Aufsuchungbohrungen ausgeben.

Wann wird gebohrt? Die erste Bohrung ist für das dritte Quartal dieses Jahres geplant, die zweite 2016.

Wer wird bohren? Das Ascheberger Unternehmen Daldrup soll unter Herbern-Nordick nach Gas bohren. 

Wie wird gebohrt? Die Aufsuchungsmethode der HammGas, die sogenannte Tektomechanik, ist nach Angaben des Unternehmens deutschlandweit einmalig. Das Erdgas wird in feinen Rissen der Kohle aufgespürt und ohne den Einsatz von Chemie oder Hochdruck gefördert. Die Bohrgestänge, die für die Probebohrungen dienen, lassen sich auch für eine Förderung nutzen.

Wie geht es jetzt weiter? Falls die Suche erfolgreich wäre, konnte das Gas ganz schnell gefördert werden - vorausgesetzt, das Unternehmen erhielte dafür die Genehmigung. Bei dem Antrag, den das Unternehmen noch am Mittwoch bei der Bezirksregierung stellt, geht es erst einmal nur um die erste Probebohrung unter Nordick.

Warum wird überhaupt gebohrt? Das Unternehmen hofft auf ein reiches Gasvorkommen, das es in den nächsten 20 bis 30 Jahren fördern will.

 

 

 

Hier der Hauptbetriebsplan zum Durchscrollen:

 

 

 

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