Tagespflege der Caritas zieht um: Bei einigen Gästen löst das Ängste aus

hzCaritas-Tagespflege Ascheberg

Die Caritas-Tagespflege Ascheberg zieht am 29. Februar in die neuen Räume um. Für manche Gäste bedeutet der Umzug auch Unsicherheit. Das ist nicht die einzige Herausforderung für das Personal.

Ascheberg, Herbern

, 25.02.2020, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dem ersten Tag ist der Mann, Jahrgang 1937, in der Caritas-Tagespflege in Ascheberg regelmäßig zu Gast. Er kennt sich gut aus in der Einrichtung an der Bultenstraße, die 2011 eröffnet wurde. Nun wird sich aber für ihn und die anderen Gäste der Tagespflege einiges ändern. Denn sie ziehen am Samstag, 29. Februar, um in die neuen Räume an der Appelhofstraße 6.

Etwas skeptisch sei der Senior schon gewesen, erzählt Bianca Becks-Maier, Leiterin der Tagespflege-Einrichtung. „Einen alten Baum verpflanzt man nicht“, habe er gesagt. Als er sich dann mit anderen Gästen und dem Personal die neuen, hellen Räume an der Appelhofstraße angeschaut hat, war er aber erleichtert, erzählt Becks-Maier.

Veränderung bedeutet auch Verunsicherung für Demenzkranke

Hier bezieht die Caritas-Tagespflege an diesem Wochenende die neue rund 256 Quadratmeter große Einrichtung. Fast alles ist im Neubau vorbereitet. Nur noch letzte Säuberungsarbeiten finden statt und einige Kisten müssten ausgepackt werden.

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Am Montag, 2. März, soll dann möglichst alles hergerichtet sein für die Gäste. „Die größte Herausforderung wird sein, dass wir gleich am Montag ein nahezu normales Geschehen für die Gäste ermöglichen möchten“, erklärt Becks-Maier. Denn für viele Gäste, vor allem für die, die unter Demenz leiden, sei eine solche Veränderung auch mit Unsicherheit und Angst verbunden.

Typischer Tagesablauf muss beibehalten werden

Im Vorfeld haben sie immer wieder gefragt: Bleibt es so wie vorher? Genau diesen Wunsch der Gäste möchten die Verantwortlichen um Einrichtungsleiterin Bianca Becks-Maier erfüllen. „Wir werden alles dafür tun, dass die gewohnten Abläufe genauso bleiben wie bislang - nur in noch schöneren Räumen“, sagt Becks-Maier.

Gerade für Demenzkranke sei es wichtig, die gewohnte Grundstruktur, den typischen Tagesablauf, beizubehalten. Um Ängste zu nehmen, habe man das Thema Umzug lange mit den Gästen behandelt. Und auch am ersten Tag in den neuen Räumen sollen mehr Mitarbeiter vor Ort sein, um mögliche Fragen zu beantworten und ein Stück Aufregung zu nehmen.

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Kennenlernen der neuen Einrichtung steht im Vordergrund

Deshalb steht am ersten Tag das Kennenlernen der neuen Umgebung im Vordergrund. Wie immer startet die Betreuung um 8 Uhr. 14 von den insgesamt 15 verfügbaren Plätzen in der neuen Einrichtung seien bereits gebucht, so Becks-Maier. Für die Gäste gibt es verschiedene Aktivierungsmöglichkeiten.

Die Caritas-Tagespflege zieht am 29. Februar in den Neubau an der Appelhofstraße ein. Hier gibt es auf rund 256 Quadratmetern Platz für 15 pflegebedürftige Gäste.

Die Caritas-Tagespflege zieht am 29. Februar in den Neubau an der Appelhofstraße ein. Hier gibt es auf rund 256 Quadratmetern Platz für 15 pflegebedürftige Gäste. © Andrea Wellerdiek

Auch ein Pflegebett wird installiert, sodass die Mitarbeiter sich auch um Pflegebedürftige kümmern können. In den neuen, modernen Räumen sollen sich die Gäste schnell heimisch fühlen, hofft Bianca Becks-Maier.

Beratungsbüro zieht bald ein

Nebenan zieht noch die Caritas-Sozialstation in ein Beratungsbüro ein. Bislang und weiterhin ist die Beratung aus Lüdinghausen und Nordkirchen möglich. Wohl nach der Einweihung der Tagespflege-Einrichtung am Montag, 23. März, soll das Beratungsbüro bezogen werden. An zwei Tagen in der Woche soll das Büro besetzt sein, erklärt Bianca Becks-Maier.

Auch ein Tag der Offenen Tür ist für den Frühsommer geplant. Dann können sich alle interessierten Ascheberger und potenzielle neue Gäste die neue Einrichtung in der Appelhofstraße anschauen. Auch ein unverbindlicher Probetag ist in der Caritas-Tagespflege in Ascheberg möglich.

Aus der derzeitigen Tagespflege-Einrichtung der Caritas an der Bultenstraße wird schließlich eine Kita. Hier zieht eine Gruppe der Mirjam-Kita ein.

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