Tankstellenräuber aus Ascheberg (25) wird zu mehrjähriger Haft und Therapie verurteilt

Gerichtsurteil

Sechs Jahre und sechs Monate Haft – so lautet das Urteil des Landgerichts Münster im Fall eines Aschebergers (25), der zwei Tankstellen - darunter eine in Aschberg - überfallen hat.

Ascheberg

, 04.06.2019, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tankstellenräuber aus Ascheberg (25) wird zu mehrjähriger Haft und Therapie verurteilt

Die Tankstelle in Ascheberg hat der Täter im Mai 2018 überfallen. Wenige Tage später konnte der Täter gefasst werden. © Jörg Heckenkamp (A)

Der drogen- und alkoholabhängige Mann hat – offenbar zur Finanzierung seiner Sucht – zwei Tankstellen überfallen. Im Februar 2018 eine in Münster und im Mai 2018 eine in Ascheberg. Beide Male war er bewaffnet und maskiert. Bei der Tat in Münster bedrohte er demnach mehrere Zeugen und die Kassiererin. Die Beute: rund 1000 Euro Bargeld sowie einige Stangen Zigaretten.

Gesamtstrafe für zwei Tankstellen-Überfälle

„Die Freiheitsstrafe bezieht sich nun auf beide Fälle“, sagt Dr. Steffen Vahlhaus, Pressesprecher des Landgerichts Münster, auf Anfrage. Zuvor war der Ascheberger im Oktober 2018 zunächst für den Tankstellen-Überfall in Ascheberg zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

In der Gerichtsverhandlung am Montag, 3. Juni, wurden beide Überfälle behandelt. Fünf Zeugen, darunter auch eine betroffene Tankstellen-Mitarbeiterin, seien gehört worden. Durch das Geständnis des Angeklagten haben keine Zweifel mehr an den beiden Tatvorwürfen bestanden.

Die Festnahme des damals 24-Jährigen gelang der Polizei wenige Tage nach dem Überfall am 2. Mai 2018 auf die Tankstelle in Ascheberg. Zeugen hatten mehrere Hinweise auf den Täter gegeben. Vor dem Überfall landete der Mann mit seinem Motorrad im Graben. Anwohner halfen ihm, wieder herauszukommen. Diese gaben schließlich den entscheidenden Hinweis bei der Suche nach dem Täter. In der Vernehmung hatte der Ascheberger dann die Tat gestanden.

Pistole gezückt

In Ascheberg hatte er an der Tankstelle zunächst sein Motorrad aufgetankt. An der Kasse bedrohte er die Kassiererin dann mit einer Pistole und forderte sie auf, ihm die Scheine aus der Kassenschublade zu geben. Danach flüchtete der Mann in Richtung Autobahn A1.

Bei der Durchsuchung seiner Meldeadresse seien sowohl das Motorrad als auch die verwendete Pistole und die zur Tatzeit getragene Kleidung aufgefunden worden, berichtete die Polizei nach der Festnahme.

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