Taschengeldbörse für Ascheberg kommt: Jugendliche helfen Senioren gegen Obolus

Jugend- und Seniorenausschuss

Rasen mähen, den Hund Gassi führen oder Enkäufe erledigen - mit diesen Arbeiten für Senioren können Jugendliche bald in der Taschengeldbörse einen Obolus verdienen. Es soll aber mehr als das sein.

Ascheberg, Herbern

, 05.03.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Taschengeldbörse sorgt für generationenübergreifenden Austausch. Jugendliche können ein paar Euro dazu verdienen, indem sie Senioren helfen - etwa bei der Gartenarbeit.

Die Taschengeldbörse sorgt für generationenübergreifenden Austausch. Jugendliche können ein paar Euro dazu verdienen, indem sie Senioren helfen - etwa bei der Gartenarbeit. © picture alliance / dpa

Ob Unterstützung bei der Gartenarbeit, in der Autopflege oder als Hilfe im Haushalt - die Aufgaben sind vielfältig, die mit der Taschengeldbörse in Ascheberg verteilt werden können. Die Idee dahinter ist denkbar einfach: Jugendliche helfen Senioren bei verschiedenen Erledigungen und bessern sich auf diese Weise ihr Taschengeld auf.

Das Projekt, das Karl-Heinz Bartsch, Vorsitzender des Seniorenbeirats, im Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales und Sport (JSSS) in Ascheberg vorstellte, stieß auf Zustimmung. Die Kommunalpolitiker bewerteten den gemeinsamen Vorschlag von Seniorenbeirat und Offener Jugendarbeit Ascheberg (OJA) als sehr gut, wie Gisela Lamkowsky, Ausschussvorsitzende, erklärte.

Fünf Euro pro Stunde als Empfehlung

Demnach werden ab sofort Flyer mit Informationen für Jugendliche und Senioren an verschiedenen Anlaufstellen in den Ortsteilen Ascheberg, Herbern und Davensberg verteilt. Je nach Zielgruppe sind die Broschüren bei Ärzten, Apotheken, in Geschäften, in der Gemeindeverwaltung und bei Ascheberg Marketing sowie in den OJA-Räumen ausgelegt.

Dort erfahren Interessenten, dass die OJA als Vermittler fungiert. Für verschiedene Tätigkeiten - etwa Rasenmähen, Einkaufen oder den Hund Gassi führen - können so Senioren und Jugendliche in Kontakt treten. „Dabei geht es um einmalige Tätigkeiten. Es geht nicht darum, dass Jugendliche jede Woche für zwei Stunden zum Rasenmähen engagiert werden“, erklärt Lamkowsky.

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Daraus könnten sich im Einzelfall weitere Tätigkeiten entwickeln. Das müssten Senioren und Jugendliche selbst untereinander vereinbaren. Das gilt auch für die Bezahlung. Als Empfehlung hatten sich die Ausschussmitglieder auf einen „Stundenlohn“ von fünf Euro verständigt.

Kritik am Namen Taschengeldbörse

Kritisch sahen sie den Namen des Projekts. Die Politiker sehen in der Taschengeldbörse mehr als nur die Möglichkeit für Jugendliche, sich so das Taschengeld aufzubessern. „Der pädagogische Hintergrund des Projekts steht für sie stärker im Fokus als die Tatsache, dass die Jugendlichen sich damit etwas dazu verdienen können“, erklärt Lamkowsky.

Es bleibt dennoch bei dem Namen, weil dieser vor allem im Ruhrgebiet schon gängig ist, so die Ausschussvorsitzende. Die ersten Interessenten haben sich bereits für die Taschengeldbörse angemeldet.

Anmeldungen bei OJA und Seniorenbeirat

Wer selbst Teil des Projekts sein möchte, kann sich bei der OJA, im Burghof, oder im Büro am Lambertus-Kirchplatz 5, Ascheberg melden. Weitere Infos und Anmeldung sind auch möglich unter Tel. (02593)7821 oder per E-Mail an: team@oja-ascheberg.de. Senioren könne sich im Seniorenbeirat anmelden unter Tel. (02593)6091230 oder per E-Mail an seniorenbeirat@ascheberg.de

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