Die Friedhöfe in Ascheberg und Herbern sollen moderner und ökologischer werden. © Till Goerke
Gemeinde Ascheberg

Tausende Euro für Friedhof-Modernisierung in Ascheberg und Herbern

Der Ausschuss für Nachhaltigkeit und Mobilität hat beschlossen, dass die Friedhöfe in der Gemeinde moderner werden sollen - der in Davensberg aber nicht. Das hat einen simplen Grund.

Die Friedhöfe in Ascheberg und Herbern sollen moderner und ökologischer werden. Wie der Ausschuss für Nachhaltigkeit und Mobilität am Dienstag, 23. Februar, beschlossen hat, sollen dafür 15.000 Euro bereitgestellt werden.

Die CDU-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag eingebracht. Demnach soll die Verwaltung damit beauftragt werden, „den Runden Tisch Friedhofsgestaltung einzuberufen, um die Friedhofskonzepte für Ascheberg und für Herbern zeitgemäß und unter ökologischen Gesichtspunkten weiterzuentwickeln.“

Der Friedhof in Davensberg ist nicht Teil der Weiterentwicklung, da er nicht von der Gemeinde Ascheberg, sondern von der Kirchengemeinde St. Anna verwaltet wird.

Bestattungsverhalten hat sich verändert

Wie die Christdemokraten in ihrem Antrag schreiben, habe sich das Bestattungsverhalten der Bürgerinnen und Bürer zunehmend verändert. Die Zahl der Familiengruften und der Gräber für Körperbestattungen nehme ab. Urnengrabfelder seien mehr gefragt. Diese Entwicklung sei auch in der Gemeinde Ascheberg zu beobachten.

Zudem sollen die Friedhöfe ökologischer werden und zu „wertvollen Bereichen mit hohem Aufenthaltscharakter“ werden, wie es in dem Antrag heißt.

„Ein Friedhof ist ein Ort, der von vielen Menschen aufgesucht wird. Von daher sollte so ein Ort eine entsprechende Aufenthaltsqualität haben, um den Anspruch als Gedenkort zu erfüllen“, erklärte Gisela Lamkowsky von der CDU in der Ausschusssitzung. Der Antrag wurde von den anderen Parteien im Ausschuss mitgetragen und einstimmig beschlossen.

Verwaltung wollte schon Kontakt mit Beteiligten aufnehmen

Wie Klaus van Roje, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen der Gemeinde Ascheberg, erklärte, wollte die Verwaltung bereits die Teilnehmer des Runden Tisches kontaktieren, um über die Zukunft der Friedhöfe zu sprechen. Am gleichen Tag sei aber der Antrag der CDU-Fraktion eingetroffen, weshalb man das Thema erst im Ausschuss besprechen wollte.

Wegen der aktuellen Corona-Situation sei im Moment kein Runder Tisch möglich. Deshalb werde sich erst einmal die neue Sachbearbeiterin bei allen Beteiligten schriftlich vorstellen.

Außerdem warnte van Roje vor ausufernden Kosten: „Vor 13 bis 14 Jahren sprudelte der Runde Tisch vor Ideen. Später musste ich mich kritischen Fragen im Rat stellen, warum denn die Friedhofsgebühren so stark gestiegen sind. Ich kann nur für Augenmaß werben“, sagte der Fachbereichsleiter.

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