Verkehrsbelastung an Altenhammstraße in Herbern: Die Bürger sollen bei der Lösung helfen

hzVerkehrs-Gutachten

Anwohner der kleinen Altenhammstraße klagen seit längerem über zunehmende Verkehrsbelastungen. Jetzt liefert ein Gutachten Fakten zur tatsächlichen Lage. Außerdem gibt’s einen Vorschlag.

Herbern

, 13.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Verkehrsbelastungen rund um die Altenhammstraße beschäftigen die Politik in der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Donnerstag, 23. Januar 2020, ab 18 Uhr im Bürgerforum an der Dieningstraße. Dann will das Gutachterbüro Stadtverkehr aus Hilden die Ergebnisse seiner Verkehrsuntersuchung präsentieren.

Außerdem macht das Büro einen Vorschlag, den die Politik am 23. Januar noch bestätigen muss: die Durchführung eines Öffentlichkeits-Workshops. Das Ja zu dieser Idee schein nur eine Formsache zu sein. „Politiker und Anwohner haben bereits im Vorfeld signalisiert, dass sie solch einen Workshop unbedingt haben wollen“, sagt Fachbereitsleiter Klaus van Roje auf Anfrage der Redaktion.

Bauliche Entwicklung im Bereich der Altenhammstraße

Worum geht es eigentlich? Die Ausschuss-Vorlage fasst die Problemstellung so zusammen: „In der Ortschaft Herbern im Bereich der Altenhammstraße, des Bakenfelder Weges und des näheren Umfeldes dieser Straßenzüge finden eine Reihe baulicher und struktureller Entwicklungen statt.

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Unter anderem ist in diesem Zusammenhang die zukünftige Zusammenführung der Profilschulstandorte Ascheberg und Herbern am Standort Ascheberg und deren Folgen sowie die bauliche Erweiterung der bestehenden Aula der Profilschule am Standort Herbern sowie deren Entwicklung zu einer sozial-integrativen Mehrzweckräumlichkeit anzuführen.“

Sorge um Zunahme des Verkehrs

Diese Entwicklungen würde eine Änderung der Verkehrssituation bedeuten. „Insbesondere die Anlieger der Altenhammstraße haben vor diesem Hintergrund die Sorge einer deutlichen Zunahme der Verkehrsbelastung und einer weiteren Verschärfung eventueller Problematiken und Gefahrensituationen geäußert“, heißt es in der Vorlage zum Ausschuss.

Seit Sommer nun hat die Gemeinde in Absprache mit den Planern eine Verkehrszählung organisiert. Klaus van Roje: „Wir haben einen Zählkasten angeschafft und den an verschiedenen Stellen eingesetzt.“

Gutachter empfiehlt einen Öffentlichkeits-Workshop

Darauf aufbauend hat das Fachbüro die aktuelle Verkehrssituation im Untersuchungsbereich analysiert, die Auswirkungen von Planungen im Bereich der Altenhammstraße und sich infolgedessen verändernde Verkehrssituationen prognostiziert. Schließlich hat es die Empfehlung ausgesprochen, einen Workshop unter Beteiligung der Öffentlichkeit zu organisieren.

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Der ganze Prozess ist nicht billig. Die Verkehrsuntersuchung im Bereich Altenhammstraße und Bakenfelder Weg verursacht Kosten in Höhe von rund 19.500 Euro. Die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung eines entsprechenden Workshops durch das Fachbüro Stadtverkehr würden zusätzliche Kosten in Höhe von rund 4.000 Euro verursachen.

Weitere Zählung nach Kreisverkehr-Forderung

Um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, hat die Gemeindeverwaltung in dem Prozess noch in einem weiteren Bereich den Verkehr zählen lassen. Nämlich an der Einmündung Bockumer Straße/Werner Straße. „Hier gibt es immer wieder die Anregung von Anwohnern, einen Kreisverkehr einzurichten“, sagt Klaus van Roje.

Die Verkehrszählung an dieser Stelle solle nun Aufschluss darüber geben, ob die Zahlen einen solchen, teuren Umbau des Einmündungsbereiches rechtfertigen würden.

Die nächste Sitzung des Bau, Planungs- und Umweltausschusses findet statt am Donnerstag, 23. Januar 2020, ab 18 Uhr im Saal des Bürgerforums an der Dieningstraße 7. Die Sitzung ist öffentlich. Weiterer Tagesordnungspunkt sind die kranken Bäume an der Sandstraße in Ascheberg.
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