Weg für Windkraftpark in Ascheberg ist frei - Bundesamt gibt Entwarnung

Windenergie

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus hat sich im vergangenen Jahr erfolgreich in Berlin für den Windpark in Ascheberg eingesetzt. Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung gibt grünes Licht.

Ascheberg, Herbern

, 24.10.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Klimaschutzmanager Martin Wolf, Oliver Keßler, Geschäftsführer WI Windinvest GmbH und Bürgermeister Dr. Bert Risthaus (v.l.) freuen sich über die Perspektiven für den Klimaschutz.

Klimaschutzmanager Martin Wolf, Oliver Keßler, Geschäftsführer WI Windinvest GmbH und Bürgermeister Dr. Bert Risthaus (v.l.) freuen sich über die Perspektiven für den Klimaschutz. © Gemeinde Ascheberg

Für die Gemeinde Ascheberg hat sich der Besuch von Bürgermeister Dr. Bert Risthaus im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin im vergangenen Jahr gelohnt: Die Windkraftanlage, die in der Bauernschaft Forsthövel entstehen soll, kann doch noch realisiert werden. Eine Entscheidung des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung brachte den Verantwortlichen Klarheit.

Die Behörde hat auf Basis einer neuen Messmethode festgestellt, dass die geplanten Windkraftanlagen nur geringe Störungen für das UKW-Drehfunkfeuer in Albersloh verursachen würden. Ein Drehfunkfeuer ist eine hochtechnische Navigationsanlage für den Luftverkehr. Ein UKW-Drehfunkfeuer sendet Ultrakurzwellen (UKW) an Flugzeuge aus, an denen die Flieger sich orientieren können. Somit kann der Bürgerwindpark doch noch realisiert werden.

Mehrarbeit für die Gemeinde Ascheberg

Die Messung durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung bedeutet allerdings auch Arbeit für die Gemeinde Ascheberg. Der Antrag und die Artenschutzgutachten müssen erneuert werden. Dadurch wird der Windpark später fertigstellt. Laut der Gemeinde Ascheberg hat das auch Vorteile.

So könne eine neue, leistungsfähigere Anlage errichtet werden. Die geplanten Windkraftanlagen werden voraussichtlich etwa 48 Mio. kWh im Jahr produzieren. Dies entspreche dem kompletten Stromverbrauch der Gemeinde Ascheberg, wie sich aus dem integrierten Klimaschutzkonzept des e&u Energiebüros für Ascheberg vom 6. März 2013 nachlesen lässt. „Ich freue mich sehr, dass die Klimaschutzziele in Ascheberg damit doch noch erreicht werden können“, erklärt Bürgermeister Dr. Bert Risthaus.

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In einem Brief an die Bundeskanzlerin prangerte Bürgermeister Risthaus Anfang Juni 2019 an, dass der Bürgerwindpark Forsthövel aufgrund einer umstrittenen Sicherheitszone um das Drehfunkfeuer in Albersloh noch nicht gebaut werden konnte.

Ohne diesen Windpark könne die Gemeinde ihre Klimaschutzziele nicht erfüllen, betonte Risthaus immer wieder. Begleitet von Fachleuten aus dem Kreis Coesfeld sprach er am 22. Oktober 2019 mit dem zuständigen parlamentarischen Staatssekretär Steffen Bilger im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages.

„Ich bin nun voller Hoffnung, dass der Windpark in Ascheberg eines Tages doch noch errichtet werden kann“, erklärte Risthaus damals in Berlin. Seine Hoffnung hat sich bewahrheitet.

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