Nach Bluttat am Montag Polizei vermeldet großen Fahndungserfolg

Redakteur
Mehrere Streifenwagen und ein Fahrzeug der Kriminaltechnik stehen am Montag (16.01.) am „Knöchel“ in Herten.
Mehrere Streifenwagen, ein Fahrzeug der Kriminaltechnik waren am Montag (16.01.) am „Knöchel“. Unter anderem wurden am Ort der Gewalttat Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofes befragt. © Frank Bergmannshoff
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Der Tatverdächtige – ein 34-jähriger Gelsenkirchener – konnte nach Angaben der Recklinghäuser Behörde im Ausland festgenommen werden.

Im Rahmen der Ermittlungen fokussierte sich der Blick der Ermittler schnell auf den geschiedenen Ehemann der verletzten Hertenerin und den Vater des ebenfalls betroffenen fünfjährigen Kindes.

Wie sich schnell herausstellte, verließ der Gelsenkirchener kurz nach der Tat das Land. Doch die Ermittler ließen nicht locker – und so wurde er am Dienstag (17.01.), in enger Zusammenarbeit mit den Behörden, in Tschechien festgenommen. Nun bemühen sich Polizei und Staatsanwaltschaft um eine Überstellung des Festgenommenen.

Bluttat in Herten: Opfer geht es besser

Die Hertenerin (32) ist mittlerweile außer Lebensgefahr, wurde bei dem Angriff jedoch durch ein Messer schwer am Oberkörper verletzt. Das Kind ist körperllich unverletzt und laut Polizei „gut versorgt“.

Das Opfer hatte bei dem Angriff am Montagmorgen (16.01.) gegen 7.50 Uhr auf der Straße „Über den Knöchel“ in Herten-Disteln Stiche in den Oberkörper erlitten. Der Täter flüchtete in Richtung des nahe gelegenen Backumer Tals.

In einem Großeinsatz suchten Polizeibeamte nach dem Mann, unterstützt wurden sie durch einen Hubschrauber und einen Spürhund. Doch von dem mutmaßlichen Täter fehlte zunächst jede Spur.

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen betont die gute internationale Zusammenarbeit: „Die schnelle Festnahme des Verdächtigen war durch die gute Zusammenarbeit mit den tschechischen Behörden möglich. Die Ermittler arbeiteten Tag und Nacht und erzielten so das beste Fahndungsergebnis: die Festnahme des Tatverdächtigen.“