25 Prozent der Kirchhellener geben ihre Stimme per Briefwahl ab

hzKommunalwahl 2020

Ein Viertel der Kirchhellener Wahlberechtigten müssen am Sonntag gar nicht mehr persönlich im Wahllokal erscheinen. Sie haben sich für die Briefwahl-Variante entschieden.

Kirchhellen

, 10.09.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kirchhellener sind äußerst fleißige Briefwähler. Ein Viertel der rund 17.800 Wahlberechtigten haben bis Mittwochmorgen einen Briefwahlantrag gestellt. Die letzte Chance, die ausgefüllten Wahlzettel in Richtung Wahlurne zu befördern, läuft am Sonntag um 16 Uhr aus, dann werden zum letzten Mal die Postkästen an der Bezirksverwaltungsstelle und am Bottroper Rathaus geleert.

Schon am heutigen Donnerstag wird es nicht mehr möglich sein, sich die Briefwahlunterlagen per Online-Formular nach Hause zu bestellen. Wie Wahlleiter Paul Ketzer am Mittwoch bei einem Pressegespräch erklärte, sei dann nicht mehr gewährleistet, dass die pünktlich ankommen und auch wieder zurückgeschickt werden können.

Eine persönliche Abholung oder auch die direkte Stimmabgabe per Briefwahl in der Bezirksverwaltungsstelle und im Bottroper Saalbau ist noch möglich am Donnerstag (10. September) von 8.30 bis 18 Uhr, und am Freitag (11. September) von 8.30 bis 16 Uhr.

Schon jetzt mehr Briefwähler als bei vorherigen Wahlen

In Bottrop haben bisher 18,1 Prozent der 92.300 Wahlberechtigten die Briefwahl beantragt. Das ist etwas weniger, als die Verwaltung angesichts der Corona-Einschränkungen und der Vergrößerung der Stimmbezirke erwartet hatte. Für Bottrop und Kirchhellen musste die Zahl der Stimmbezirke im Vergleich zur letzten Wahl von 89 auf 62 verkleinert werden.

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Das habe, vor allem in Kirchhellen, für einige Bürgerinnen und Bürger weitere Wege zum Wahllokal mit sich gebracht und möglicherweise die Entscheidung zur bequemen Briefwahl forciert, vermutet Paul Ketzer. Die Bündelung auf weniger Stimmbezirke habe außerdem dazu geführt, dass am Wahlsonntag 90 Wahlhelfer weniger im Einsatz sein müssen als bisher.

Erst der Oberbürgermeister, dann der Rat, dann der Bezirk

Ob größere Stimmbezirke am Sonntagabend dazu führen, dass die Auszählung länger dauert, mag kein Mitarbeiter im Wahlamt prognostizieren. Fest steht dagegen, in welcher Reihenfolge die Stimmen ausgezählt werden: Erst die Oberbürgermeisterwahl, danach die Stimmen zum Rat der Stadt, dann die Bezirksvertretungen, schließlich das Ruhrparlament.

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Alle Wahlumschläge zum Integrationsausschuss, der von rund 22.000 Wahlberechtigten mit Migrationshintergrund direkt gewählt wird, bleiben zunächst verschlossen und werden zum Saalbau transportiert, wo sie zentral am gleichen Abend ausgezählt werden.

Wahlleiter Paul Ketzer wies am Mittwoch noch einmal ausdrücklich auf die Maskenpflicht hin, die beim Betreten des Wahllokals gilt. „Die Maske ist ein Zeichen des Respekts für und der Solidarität mit jenen, die sich am Wahlsonntag ehrenamtlich im Wahllokal engagieren. Dieses Zeichen erwarte ich auch von Gegnern des Mund-Nasen-Schutzes.“

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