An der Brandenheide beginnt die Erschließung des Gewerbegebiets

hz30.000 Quadratmeter

Nach dem Pinntal folgt die Brandenheide in Grafenwald. Die Stadt kommt voran bei der Schaffung von Gewerbeflächen. Auch das Zechengelände von Schacht 9 an Vossundern weckt Hoffnungen.

Kirchhellen

, 10.05.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bezirksvertretung Kirchhellen ist nicht müde geworden, auf den Bedarf an Gewerbeflächen hinzuweisen. Jetzt geht es an zwei Stellen deutlich voran: Für das Pinntal und die Brandenheide in Grafenwald hat der Rat inzwischen in Dringlichkeitsentscheidungen Aufträge vergeben.

1,8 Millionen Euro werden der Kanal- und Straßenbau an der Brandenheide kosten. Die Aufträge sind vergeben. Begonnen wird mit der Kanalisation, dessen Bau etwa ein Jahr dauern wird und Kanäle für die Ableitung des Regenwassers in die Boye umfasst. Die Zufahrt zum etwa 30.000 Quadratmeter großen Gewerbegebiet soll am Ende über eine neue Straße erfolgen, die schon vor Jahren projektierte Giesenheide.

Stadt hat Eon eine große Fläche abgekauft

Im Exposé von 2016 konnte die Stadt im Hinterland der Hegestraße, wo neben dem Gartencenter schon länger ein Bauschild den Bau von 14 Eigentumswohnungen sowie Büro- und Praxisräumen ankündigt, lediglich 8500 Quadratmeter anbieten. Inzwischen konnte sie die südlich angrenzende Fläche jedoch von Eon kaufen, sodass jetzt 30.000 Quadratmeter zu vergeben sind. Der Rat der Stadt hat eine Mindestgröße von 5000 Quadratmetern pro Ansiedlung festgelegt, sodass sich maximal sechs Firmen in Grafenwald ansiedeln können.

Aber auch die Vergabe der Gesamtfläche an ein Unternehmen ist denkbar. Die Schaffung möglichst vieler Arbeits-und Ausbildungsplätze ist eine Bedingung, die Bewerber erfüllen sollten.

14 Firmen sollen sich im Pinntal ansiedeln können

Ein ähnliches Ausmaß hat das Gewerbegebiet Pinntal, dessen Erschließung für rund 1,5 Million Euro schon vor Ostern vom Rat abgesegnet worden ist. Insgesamt umfasst das neue Gewerbegebiet 27.000 Quadratmeter.

14 Firmen werden die Fläche später nutzen - die meisten davon sind Handwerksbetriebe aus Bottrop auf der Suche nach Erweiterungsflächen. Ein Grundstück ist bereits im Vorfeld an das Autohaus Bellendorf verkauft worden, da der Betrieb dringend hatte expandieren müssen.

Teile des Grafenwälder Prosper-Geländes stehen bald zur Verfügung

In Grafenwald hat die Stadt noch einen weiteren „Pfeil im Köcher“: Auf dem Gelände von Prosper IV an Schacht 9 an der Straße Vossundern plant die Stadt ein weiteres Gewerbegebiet. Die Fläche ist im Flächennutzungsplan als gewerbliche Baufläche dargestellt und unterliegt nicht der Bergaufsicht. Für diese Teilfläche des Bergbau-Areals hofft sie auf eine zügige Nachnutzung, denn dort ist keine innere Erschließung und somit kein Bebauungsplan erforderlich. Das verkürzt das Verfahren deutlich.

Jetzt lesen

Die Kirchhellener Politiker hoffen, mit der Ausweisung neuer Gewerbeflächen die Entwicklung der Kirchhellener Betriebe fördern und verhindern zu können, dass alteingesessene Familienbetriebe in umliegenden Städte und Gemeinden abwandern müssen, um ihre Expansionspläne verwirklichen zu können.

Lesen Sie jetzt