Bezirksvertreter sind vorsichtig: Keine schnelle Zustimmung für Aldi-Neubau

Einzelhandelskonzept

Aldi will neu bauen am Kirchhellener Ring. Die Bezirksvertretung hat dieser Idee erst einmal einen Riegel vorgeschoben. Schützen und Brezelbrüder sehen die Pläne gelassen.

Kirchhellen

, 05.09.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bezirksvertreter sind vorsichtig: Keine schnelle Zustimmung für Aldi-Neubau

Muss der Aldi-Markt an der Hauptstraße bleiben oder darf er umziehen zum Kirchhellener Ring? Die Frage bleibt vorerst offen. © Mordhorst

Aldi könnte seine Kirchhellener Filiale auch ohne einen Neubau erweitern, ohne dass die Politik das Einzelhandelskonzept verändern und damit die Grenzen des Versorgungsbereichs erweitern müsste. Das machte Ursula Dickmann, Abteilungsleiterin im Planungsamt, am Dienstag in der Sitzung der Bezirksvertretung deutlich. Aber Aldi wünscht bekanntlich einen Neubau und will seinen Standort von der Hauptstraße um die Ecke zum Kirchhellener Ring verlegen.

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Darüber diskutierten die Bezirksvertreter ausführlich - auch über die möglichen negativen Auswirkungen einer denkbaren neuen „Grenz-Ziehung“. Schwächt die Ausdehnung des Einzelhandels bis zum Kirchhellener Ring möglicherweise den Handel an Oberhof- und Hauptstraße? Was wird aus dem Festplatz, wenn Aldi neu und größer baut?

Noch immer Platz genug für Schützen- und Brezelfeste

Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder verriet in der Sitzung, dass er bereits mit Vertretern der Schützen- und Brezelgesellschaft gesprochen habe. Beide hätten versichert, so gab der ehemalige Schützenkönig bekannt, ihre Feste trotz eines Aldi-Neubaus noch dort feiern zu können.

Vielleicht könnte Aldi den Festplatz sogar ein bisschen verschönern? „Wir müssen auf jeden Fall hellwach sein“, appellierte Schnieder, „und darauf achten, dass der Festplatz groß genug bleibt.“

Auch sei grundsätzlich nicht erwünscht, erklärte Dorothee Askemper im Namen vieler Bezirksvertreter, dass „der Kirchhellener Ortskern wandert“. Dem Wunsch von Aldi nach einem Neubau wollte man sich dennoch nicht generell verschließen.

Deshalb nahmen die Bezirksvertreter schließlich den Vorschlag von Ursula Dickmann an: Das Einzelhandelskonzept bekommt erstmal keine Erweiterung in Richtung Kirchhellener Ring. Auch, damit nicht irgendein anderer Investor den Standort für sich nutzt, falls Aldi doch noch seine Pläne ändert.

Bezirksvertretung signalisiert Verhandlungsbereitschaft

Lassen sich jedoch die Wünsche von Aldi mit allen Kirchhellener Belangen in Einklang bringen, wollen die Bezirksvertreter über eine Verschiebung der Grenze des Versorgungsbereichs mit sich reden lassen.

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