Corona macht kreativ - Kindergottesdienst mit Erlebnisstationen

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Die evangelische Kirche in Kirchhellen geht kreativ mit den Corona-Regeln um. Für Familien gab es am Sonntag einen ganz besonderen Gottesdienst - draußen und mit vielen Stationen.

von Maria Dehling

Kirchhellen

, 20.09.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wird Vieles probiert in Zeiten von Corona für die Familien in der evangelischen Kirche am Kirchhellener Ring. Am Sonntag (20. September) gab es endlich wieder einen Erlebnisgottesdienst für die Kleinen. Dieser stand unter dem originellen Thema „Bauen auf gutem Grund – auf festem Grund stehen“.

Waren es vor der Coronazeit mehr als 100 Personen beim Kindergottesdienst in der Pauluskirche, tummelten sich jetzt rund 50 kleine und große Besucher an verschiedenen Plätzen im Pfarrgarten und auf dem Vorplatz. 16 Teammitglieder waren an sechs verschiedenen Stationen aktiv.

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Nach der Anmeldung ging es zur Station „Kerzenanzünden“. Hier gab es auch eine kleine Einführung ins Thema. Dann - sehr bildhaft vorgestellt - „Die Wichtigkeit eines festen Untergrundes beim Hausbau“. Mitarbeiterin Uli Körner baute ein Playmobil-Haus und zwar einmal auf Steine und einmal auf Sand. Dann schüttete sie mit einer Gießkanne Wasser darüber und schon war das Ergebnis sichtbar: Der Sand ließ das Haus natürlich abrutschen.

Bei der nächsten Station durfte nicht nur kräftig gesungen werden, jede Textzeile wurde zudem mit Gesten und Bewegungen begleitet. Zum Schluss die Station „Vater unser“ und der Segen – natürlich unter Corona-Bedingungen. Alle Besucher waren sich einig, dass es schön war, wieder gemeinsam etwas zu erleben.

Eine bunte Tüte für die Kirchhellener Kinder

Bereits an dem ursprünglichen Termin des Kindergottesdienstes war die evangelische Kirche kreativ geworden: Es gab eine Tüte voller Überraschungen. „Unsere Mitarbeiterin Ulli Körner durfte coronabedingt nicht in die Gruppen des Kindergartens. Die Kinder hatten also keinen Kontakt zur Kirche. So kam die Tüten-Idee,“ so Pfarrer Martin Rödel. In den Tüten steckte eine Geschichte, Bilder zum Ausmalen, ein „Trostpflaster“ und ein QR-Code, der auf Youtube führte. Dort gab es dann die beliebten Gottesdienstlieder zum Mitsingen und Tanzen.

Seit dem 10. Mai finden auch in Kirchhellen wieder Gottesdienste für alle statt - allerdings ohne Gesang. 30 bis 35 Gläubige können jeweils daran teilnehmen. „Der Gemeindealltag ist ein anderer geworden,“ ist sich das Pfarrerehepaar Kerstin und Martin Rödel einig. „Schön ist zum Beispiel, dass unsere Kirchenmusikerin so einfallsreich ist. Teils unterstützt sie Solisten oder sie spielt besondere Instrumentalstücke. Besonders hervorheben möchte ich auch die Mitarbeit so vieler Ehrenamtlicher. Sie legen bei der Vor- und Nachbereitung der Gottesdienste Hand an, sind in wichtigen Entscheidungen gefragt, unterstützen wo sie können.“

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