Coronavirus: Auch viele Erstspender ließen Blut im Brauhaus abzapfen

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Auf die Kirchhellener ist Verlass und das DRK-Team war bestens vorbereitet: Der etwas andere Blutspendetermin in Coronazeiten war ein voller Erfolg.

von Maria Dehling

Kirchhellen

, 11.05.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Grundschule in Grafenwald und auch das DRK-Heim waren für eine Blutspende des DRK-Ortsverbandes in diesen Zeiten nicht die richtigen Räumlichkeiten, einfach zu klein und zu eng. So legten die Verantwortlichen die anstehenden Termine zusammen und fanden in der Dorfmitte schnell einen bestens geeigneten Ort, den die Spender allerdings sonst zu anderen Zwecken gern besuchen: das Brauhaus am Ring. „Einen besseren Ort konnten wir uns nicht vorstellen. Die Räume sind ideal. Wir können die Sicherheitsabstände einhalten, selbst die Toilettennutzung wird möglich. Und es war alles so unkompliziert in der Absprache, unser Dank gilt der Familie Prgomet“, sagte Nathalie Steinzen bereits im Vorfeld des Termins.

130 Spender hatten sich bereits im Vorfeld registriert

130 Kirchhellener Spender hatten sich bereits im Vorfeld online registriert und standen pünktlich zu ihrer gewählten Uhrzeit vor den Türen des Brauhaus-Saals. Die Planung war auf 150 Spender ausgelegt. So war es möglich, dass auch spontane Spender berücksichtigt werden konnten. Die Schutzmaßnahmen kamen vom Paul-Ehrlich-Institut, dem Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Detaillierte Richtlinien waren einzuhalten: Maskenpflicht, Abstände, wenig Kreuzungswege und vorgeschriebene Abläufe – auch das Vorabscreening wurde vor dem Eintritt in den Spendenbereich vorgegeben.

Wartezeit wurde gern für ein Schwätzchen genutzt

Für jeden Spender kalkulierten die Verantwortlichen 40 Minuten. Gab es dennoch Wartezeiten, war das kein Problem, die Zeit wurde gern für ein Schwätzchen genutzt. Man hatte sich lange nicht gesehen und Gesprächsbedarf gab es genug. Natürlich alles in gebührendem Abstand. Am Ende wartete auch dieses Mal ein Dankeschön, ein Lunchpaket und eine kleine Süßigkeit für die Direktstärkung standen außerdem für jeden Spender bereit.

Das Brauhaus war genau der richtige Ort: Draußen und drinnen genügend Platz und eine sehr zuvorkommende Gastgeberfamilie. Im Bild (v.l.): Markus Schmid (Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Münster), Tobias Ullmann (stellvertretender Blutspendebeauftragter, Ortsverein Kirchhellen).

Das Brauhaus war genau der richtige Ort: Draußen und drinnen genügend Platz und eine sehr zuvorkommende Gastgeberfamilie. Im Bild (v.l.): Markus Schmid (Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Münster), Tobias Ullmann (stellvertretender Blutspendebeauftragter, Ortsverein Kirchhellen). © Maria Dehling

„Wir haben zurzeit eine höhere Neuspenderquote. Auch die Altersgruppe der Spender hat sich stark auf die 20- bis 35-Jährige verlagert“, erläuterte Markus Schmidt, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst Münster.

Beim Einsatz der Ehrenamtlichen vor Ort im Brauhaus lag das Augenmerk auch auf den jungen Kolleginnen und Kollegen. „Die Freiwilligen in unserem Kirchhellener Team waren schnell gefunden. Das schließt natürlich nicht aus, dass wir uns grundsätzlich um Unterstützung freuen. Jede mithelfende Hand sehen wir gern“, sagte Nathalie Steinzen. Pünktlich um 14 Uhr war es geschafft, 149 Personen hatten ihr Blut gespendet, darunter sogar elf Erstspender – ein gutes Ergebnis in dieser doch etwas anderen Zeit.

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Der nächste Blutspendetermin steht bereits fest: am 19. Juli im Brauhaus Kirchhellen. Näheres unter www.drk-kirchhellen.de .
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