Coronavirus verunsichert Immobilien-Verkäufer in Bottrop

Immobilien

Hausverkäufer in Bottrop scheinen sich durch das Coronavirus beeindrucken zu lassen. Die Nachfrage ist jedoch da. Das bilanziert zumindest der Gutachterausschuss für Grundstückswerte.

Kirchhellen, Bottrop

24.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Bottrop wurden im ersten Halbjahr 2020 weniger Immobilien verkauft.

In Bottrop wurden im ersten Halbjahr 2020 weniger Immobilien verkauft. © picture alliance/dpa

Das Coronavirus wirbelt in Bottrop den Immobilienmarkt durcheinander. Das geht zumindest aus einer ad-hoc-Auswertung hervor, die der Gutachterausschuss für Grundstückswerte zum Ende des ersten Halbjahres 2020 durchgeführt hat.

Demnach wurden im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt rund 20 Prozent weniger Immobilienverkäufe getätigt - 515 waren es im ersten Halbjahr 2019, jetzt nur 420. Gegenüber dem umsatzstarken Vorjahr (582 Kauffälle) sind es sogar rund 30 Prozent weniger Verkäufe.

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Während das erste Quartal 2020 den Auswertung zufolge noch im durchschnittlichen Bereich lag, sind insbesondere in den darauffolgenden Monaten deutlich weniger Kaufverträge in Bottrop abgeschlossen worden. So lag die Quote im Mai und Juni gegenüber dem Durchschnitt der Vorjahre nur bei rund 60 Prozent der sonst abgeschlossenen Kaufverträge.

„Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend in den kommenden Monaten fortsetzt oder ob es einen Nachholeffekt geben wird“, so der Gutachterausschuss in seinem Bericht. Auch festgestellt werden konnte, dass sich die Preise für die gebrauchten Ein- und Zweifamilienhäuser gegenüber den beiden Vorjahren nicht signifikant verändert haben. „Die sinkenden Verkaufszahlen bei gleichen bzw. höheren Preisen lässt auch darauf schließen, dass Corona die Verkäuferseite eher verunsichert hat als die Käuferseite. Die Nachfrage nach Immobilieneigentum scheint also weiterhin da zu sein, die Angebote sind allerdings begrenzt.“

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