DRK Kirchhellen: Neuer Ort und neue Regeln für Blutspende durch Corona

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Blutspenden werden auch während der Corona-Krise dringend benötigt. Das DRK Kirchhellen tut daher alles, damit die Spender auch weiterhin kommen. Doch für diese gelten einige neue Regeln.

Kirchhellen

, 25.04.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kinderbetreuung, Homeoffice, Angst vor einer Ansteckung, Kurzarbeit - viele Menschen haben gerade viele Probleme im privaten und beruflichen Umfeld. Spendet in dieser Krise und mit diesen belastenden Gedanken im Kopf noch jemand Blut?

„Ja“, sagt Markus Schmid, Sprecher der DRK-Kreisverbände Bottrop, Gelsenkirchen, Gladbeck und Recklinghausen. Er verweist beispielsweise auf einen Blutspendetermin in Dorsten, bei dem es sogar lange Schlangen vor dem Spende-Lokal gegeben habe. „Die Spender sind trotz Corona voller Tatendrang“, sagt er. Das sei toll, dennoch wolle man lange Schlangen in Zukunft vermeiden und habe sich daher etwas ausgedacht.

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Betroffen von den neuen Regeln ist auch der nächste Blutspende-Termin in Kirchhellen. Ursprünglich sollte dieser am 26. April in der Grundschule Grafenwald stattfinden. „Dort hätten aber keine Sicherheitsabstände eingehalten werden können“, erklärt Nathalie Steinzen vom DRK Kirchhellen.

Daher habe man die Spende auf den 10. Mai (Sonntag; 10-14 Uhr) verschoben und nach Absprache mit dem Brauhaus am Ring in den dortigen Saal verlegt. „Das ist unser erster Blutspende-Termin während Corona und ich hoffe, dass er gut angenommen wird, damit die Versorgung mit Blut sicher gestellt werden kann“, so Steinzen.

Wer im Mai in Kirchhellen Blut spenden möchte, sollte sich vorher online einen Termin reservieren.

Wer im Mai in Kirchhellen Blut spenden möchte, sollte sich vorher online einen Termin reservieren. © DRK

Wer sich jetzt den Termin direkt im Kalender notiert hat, sollte jedoch einiges beachten. „Man muss sich vorher online einen Termin reservieren. Damit wollen wir verhindern, dass alle zur gleichen Zeit kommen“, erklärt Markus Schmid. Termine gebe es auf https://terminreservierung.blutspendedienst-west.de/oeffentliche-spendeorte/Kirchhellenhttps://terminreservierung.blutspendedienst-west.de/oeffentliche-spendeorte/Kirchhellen im 10-Minuten-Rhythmus. Vor einer Spende würde zudem ein sogenanntes „Vorabscreening“ durchgeführt.

Nicht spenden darf, wer sich in den zwei Wochen vor der Spende im Ausland aufgehalten hat bzw. wer Kontakt zu Corona-Infizierten hatte. Auch Fieber wird gemessen. Begleitpersonen dürfen nicht mit ins Blutspende-Lokal und wer spenden möchte, sollte eine Maske tragen und möglichst seinen eigenen Kugelschreiber mitbringen. Auf Corona getestet würden potentielle Spender jedoch nicht.

Auch den üblichen Imbiss nach der Spende wird es in Kirchhellen nicht geben. „Das ist zwar schade, weil es immer ein nettes Beisammensein ist, aber immerhin bekommen die Spender ein Lunch-Paket mit und wir halten den Aufenthalt damit so kurz wie möglich“, erklärt Schmid.

Kleine Aufträge für das DRK während der Corona-Krise

Daniel Buschfort ist beim Kirchhellener DRK zuständig für den Sanitätsdienst und Katastrophenschutz. Auch diese beiden Bereiche sind von Corona betroffen. „Eine Einsatzeinheit ist dauerhaft in Alarmbereischaft. Wir bekommen immer wieder mal kleine Aufträge“, erzählt er. So habe man beispielsweise schon Schutzkleidung aus Düsseldorf abgeholt oder im Auftrag der Stadt eine Einrichtung umgebaut.

DRK Kirchhellen

Lars Mölling und Daniel Buschfort sind ehrenamtliche Helfer beim DRK Kirchhellen. © Nina Louwen (A)

Außerdem bekommt das DRK Bottrop und somit auch Helfer aus Kirchhellen regelmäßig Aufträge vom Gesundheitsamt. „Wir fahren dann zu Personen raus, die in Verdacht stehen, an Corona erkrankt zu sein, nehmen eine Probe und bringen sie zum Behandlungszentrum im Saalbau“, erklärt Buschfort. Dabei handele es sich vor allem um Personen, die nicht mobil seien.

Besonders stark von Corona betroffen sei auch der Sanitätsdienst des DRK. „Uns brechen durch die Veranstaltungsabsagen natürlich die Aufträge weg. Auch Ausbildungsabende finden aktuell nicht statt“, erzählt der Kirchhellener Rotkreuzleiter und ergänzt: „Wir leben halt mit der Lage - Covid-19 bindet uns alle.“

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