Integration funktioniert - Flüchtlinge sollen weiterhin nach Kirchhellen kommen

hzFlüchtlingsunterkünfte

Noch immer leben Flüchtlinge in den Holzhütten „Auf der Bredde“ und den Containern am Liboriweg. Zwar gibt es weniger Geld für die Unterbringung, aber auch ein großes Lob.

Kirchhellen

, 30.01.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Flüchtlingsunterkünfte in Kirchhellen werden weiterhin genutzt und sollen auch in den nächsten Jahren für Geflüchtete zur Verfügung stehen. Das war die Botschaft, die Karen Alexius-Eifert, Leiterin des Sozialamtes, den Bezirksvertretern in ihrer Sitzung am Dienstag (28. Januar) mit auf den Weg gab.

In der letzten Sitzung hatten sich einige Kirchhellener Vertreter irritiert gezeigt, dass die Haushaltsmittel für die Unterbringung der Flüchtlinge im neuen Doppelhaushalt von 15.000 auf 10.000 Euro reduziert worden war. „Das hat nichts damit zu tun, dass wir die Unterkünfte auf absehbare Zeit aufgeben wollen, sondern wir haben die Mittel einfach nur an die tatsächlichen Ausgaben angepasst“, erklärte die Amtsleiterin.

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In den Holzhütten „Auf der Bredde“ in Kirchhellen leben ihren Angaben nach aktuell 24 Personen. Sechs der sieben Holzhütten sind somit größtenteils von Kleinfamilien bewohnt. „Diese Art der Unterbringung bietet sich hervorragend für kleine Familien als Zwischenschritt an, bevor sie in eine eigene Wohnung ziehen können“, sagte Karen Alexius-Eifert am Dienstag. Im April 2016 waren die ersten Flüchtlinge in die Holzhäuser gezogen, die zahlreiche Kirchhellener in Eigenregie errichtet hatten.

Integration funktioniert - Flüchtlinge sollen weiterhin nach Kirchhellen kommen

Bis auf eine sind die Holzhütten „Auf der Bredde" aktuell bewohnt. © Manuela Hollstegge

30 Personen wohnen momentan in den Containern am Liboriweg in Feldhausen. Auch dort leben größtenteils Familien, jedoch eher welche mit mehreren Kindern. „Dadurch, dass man dort Verbindungstüren öffnen kann, ist die Unterkunft perfekt für Großfamilien“, so die Sozialamtsleiterin. Sie hob auch hervor, dass die Unterkunft relativ barrierefrei sei. Im März 2016 waren dort die ersten Flüchtlinge eingezogen und von einem großen Netz an ehrenamtlichen Helfern aufgefangen worden.

„In Kirchhellen funktioniert die Integration sehr gut“

Insgesamt sei der Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge in Bottrop weiterhin da. Jede Unterkunft in Bottrop sei zu rund zwei Dritteln belegt. Die Stadt wolle auch weiterhin an der Verteilung der Flüchtlinge über das gesamte Stadtgebiet festhalten, erklärte Alexius-Eifert. „In Kirchhellen beispielsweise funktioniert die Integration der Flüchtlinge sehr gut. Dort gibt es gute Strukturen und viele Familien bleiben in Kirchhellen, wenn sie dort geeigneten Wohnraum finden.“

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