„Gut bemuskelt“, „schön bergauf“: Stutenschau auf dem Hof Dieckmann

hzTrotz Corona

Corona zum Trotz: Unter starken Hygiene- und Abstandsauflagen und ohne Zuschauer konnte am Samstag auf dem Hof Dieckmann in Feldhausen die Stutenschau stattfinden. Die Züchter waren froh.

von Maria Dehling

Feldhausen

, 12.07.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

51 Züchter von Großpferden und Ponys hatten dem Termin Samstagfrüh auf dem Hof Dieckmann in Feldhausen lange entgegengefiebert. Sollte es in diesem Jahr überhaupt eine Stutenschau geben oder werden die Fohlen einfach nur registriert und erhalten ihre Eintragungsnummer ins Zuchtbuch? Erst Ende Mai meldete sich der Zuchtverband mit ersten Terminen. Von hier wurde auch für jeden austragenden Kreisverband ein Hygienekonzept als Hilfestellung vorgegeben. Vor Ort wurde zudem das örtliche Ordnungsamt eingeschaltet und um Freigabe gebeten. Zuschauer waren selbstverständlich nicht zugelassen.

Das jüngste Fohlen war erst vor zwei Tagen geboren

Pünktlich um 10 Uhr stand auf dem Hof Dieckmann alles parat, viele pferdebegeisterte Helfer hatten dafür gesorgt, dass die Vorgaben umgesetzt und die Gäste herzlich willkommen geheißen wurden. Die Kataloge waren gedruckt, die Dreiecksbahn eingerichtet, das Richterzelt aufgestellt und selbst Blumenschmuck - kurzfristig vom Hof Hoffrogge ausgeliehen – dekorierte den Schauplatz.

Erster Ausflug in die große Welt.

Erster Ausflug in die große Welt. © Vivian Heitmann

Die ersten Pferdeanhänger rollten an. Jeder Aussteller durfte eine Begleitperson mitbringen und erhielt eine exakt einzuhaltende Startzeit. Die weiteste Anreise an diesem Morgen hatte Angelina Hensel aus Siegen, und das jüngste Fohlen war sage und schreibe zwei Tage alt. Jedes Pferd erhielt die jedes Jahr wieder mit Spannung erwartete Runde auf der Dreiecksbahn. Im Anschluss folgte dann die Schrittrunde mit den Konkurrenten. Dabei hieß es natürlich auch Abstand halten.

Ungewöhnliche Begriffe mit wichtiger Bedeutung

Die Körkommission um Zuchtleiter Thomas Münch vom Westfälischen Pferdestammbuch machte sich in dieser Runde noch einmal ein Bild, bevor dann die Bewertung zum vorgestellten „Zuchterfolg“ von ihm kommentiert wurde. Hierbei fielen für Laien ungewohnte Worte wie korrektes Fundament, ausgeprägter Schritt, gut bemuskelt, schön bergauf, leicht überbaut, Bewegung durch den ganzen Körper.

Für Züchter sind sie so etwas wie Wettkampfnoten nach einer langen Trainingszeit. Man konnte sich mit der Konkurrenz messen und fuhr, wenn alles gut lief, mit einem stolzen Züchterherz und einer „errungenen“ Registriernummer zum heimatlichen Stall zurück.

Und für die nächste Zuchtsaison gab es noch was zu gewinnen: Unter allen Katalognummern wurden Deckgeldgutscheine von den Stationen Ferienhof Stücker, Hengststation Hoffrogge und dem Zuchthof Klatte verlost.

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