Innerhalb weniger Wochen hat Mario Grube zusammen mit seinem Team und Kooperationspartnern das Autokino am Movie Park auf die Beine gestellt und zahlreiche bekannte Künstler nach Feldhausen geholt. © Julian Schäpertöns
Autokino

Mario Grube ist der Macher des Autokinos am Movie Park

Mario Grube ist der Mann hinter dem Autokino am Movie Park. Der Kirchhellener Unternehmer über seinen Werdegang, Höhen und Tiefen und wie es mit dem Autokino weitergehen soll.

Entweder kann man als Unternehmer bei einer Krise ins Kissen weinen oder man sieht es als Chance und macht etwas Neues. Der Kirchhellener Mario Grube ist nicht der Typ, der den Kopf in den Sand steckt. Der 43-jährige Unternehmer hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten viele Höhen und Tiefen erlebt. Während der Corona-Pandemie hat er das Autokino am Movie Park aus dem Boden gestampft.

„Man kann mutig sein, arschmutig oder verrückt. Ich bin schon an der Grenze zu verrückt“, gibt Mario Grube zu. Was der 43-Jährige anpackt, dass macht er richtig und mit jeder Menge Leidenschaft. Dabei ist er bereit, immer wieder ein hohes Risiko einzugehen.

Angefangen hat Mario Grube in den 90ern bei Redbull im Veranstaltungsbereich. Durch seine Kontakte in die Eventbranche kommt er auf die Idee, die eigene Event-Catering-Firma „Lime:Line“ zu gründen. Über die Jahre hinweg probiert er in der Gastronomie vieles aus. Manches läuft gut, anderes nicht. Doch der Kirchhellener lässt sich trotz Rückschlägen nicht von seinem Weg abbringen.

„Irgendwann brauchten wir für unsere Events Kaffee und ich wollte etwas haben, das kein anderer hat“, erzählt Mario Grube. 2013 beginnt er daher zum ersten Mal selbst zu rösten. Als die Nachfrage explodiert, beginnt er die Marke „Mahlgrad“ auszubauen und den eigenen Kaffee auch außerhalb des Event-Caterings zu vermarkten.

Autokino am Movie Park
Das Autokino am Movie Park schließt bald – und war dennoch ein voller Erfolg. © Julian Schäpertöns © Julian Schäpertöns

Durch Zufall entsteht vier Jahre später die Idee zum Popcorn „Pottkorn“. „Unser Koch David Spickermann hat aus Langeweile Maiskörner in den Kaffeeröster geworfen“, erinnert sich Mario Grube. Heraus kommt ein schwarzes Popcorn. „Das ist ja kein Popcorn, sondern Pottkorn“, habe Mario damals gesagt. David Spickermann verschwindet darauf kurz in die Küche und beginnt, den gepoppten Mais zu veredeln. In den nächsten Monaten entwickeln sie verschiedene Geschmacksrichtungen und beginnen „Pottkorn“ erst regional und mittlerweile auch international zu vermarkten.

Als Anfang des Jahres die Corona-Pandemie auch Deutschland erreicht, bricht dem Unternehmer durch Schließung der Kinos der Markt weg. Er beginnt die überall in Deutschland aufpoppenden Autokinos zu kontaktieren. „Aber keiner wollte uns“, erzählt Mario Grube. Entmutigen lässt sich der Kirchhellener dadurch nicht. „Dann machen wir es eben wieder selbst. Aber mit einer Bühne und den größten Künstlern Deutschlands“, so der Plan.

Als Gastronom betritt Mario Grube nicht nur einen für ihn ganz neuen Bereich – sondern geht zusammen mit seinen Partnern ein hohes finanzielles Risiko ein. „Wir haben immer Eier bewiesen und alles, was ich anfange, will ich auch geil machen“, erklärt Mario Grube. Nationale Superstars wie Max Giesinger, Pietro Lombardi, Sido oder Mia Julia geben sich im Autokino am Movie Park die Klinke in die Hand. „Das ist eine sehr spannende Zeit für uns und wir sind stolz darauf, was wir hier innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben“, so Mario Grube.

Finanzielle Erwartungen wurden nicht erfüllt

Bis Anfang August wird es das Autokino am Movie Park noch geben. Dann ist Schluss. Finanziell bleibt das Autokino-Projekt hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. Für die Bekanntheit der Marke „Pottkorn“ ist das Autokino dagegen ein voller Gewinn. „Es war eine geile Zeit, aber wir konzentrieren uns nun wieder auf unser eigentliches Geschäft“, erklärt Mario Grube.

Allerdings gibt es bereits Pläne für Events in Bottrop im nächsten Jahr. „Das Autokino ist der Grundstein für weitere Sachen“, verspricht Mario Grube. Ein neues Veranstaltungskonzept wird in den nächsten Monaten entwickelt. Wo das Ganze stattfinden kann, steht noch nicht fest.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ich bin in Dorsten aufgewachsen und lebe seit einigen Jahren in Kirchhellen. Die Region kenne ich also von klein auf. Trotzdem entdecke ich durch meine Tätigkeit als Journalist immer wieder neues. Die lokale Berichterstattung finde ich spannend, weil ich dadurch viele nette Menschen kennenlernen darf und immer mitten im Geschehen bin. Als Fotograf ist mir dabei wichtig, meine Geschichten auch immer visuell ansprechend zu gestalten.
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