Neubaugebiet Tappenhof muss wohl noch länger auf Bäume warten

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Noch steht das Neubaugebiet Tappenhof ohne Bäume da. Eigentlich hätte die Bepflanzung schon längst erfolgen sollen, doch daraus wird wahrscheinlich so schnell nichts werden.

Kirchhellen

, 08.06.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Herbst des vergangenen Jahres hat die Stadt Bottrop die Tiefbauarbeiten im Neubaugebiet Tappenhof beendet. Was noch fehlt, ist die Bepflanzung. Das hatte zuletzt auch die CDU-Bezirksfraktion Kirchhellen kritisiert. In der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung soll am 9. Juni (Dienstag; 15 Uhr; Hauptschule Welheim) darüber diskutiert werden.

„Es fällt auf, dass in diesem Neubaugebiet die Anpflanzung von Bäumen noch nicht erfolgt ist“, schrieb die CDU bereits Anfang März in einem Antrag an Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder. Dies sei ärgerlich, „da ein Fehlen von Bäumen im Sommer zu einer Beeinträchtigung des Klimas führen wird“, heißt es weiter.

Bäume für ein gutes Klima im Neubaugebiet

Bäume und Grünanlagen seien für ein gesundes Klima unverzichtbar. Außerdem würden die eingesetzten Baumscheiben den Autofahrern in der Dunkelheit Probleme machen und zu Beschädigungen führen. Daher forderte die Kirchhellener CDU die Verwaltung auf, die Bäume zeitnah am Tappenhof zu pflanzen.

Doch bis heute ist nichts passiert, wie aus einer Vorlage des Bottroper Fachbereichs Umwelt und Grün hervorgeht, die in der Sitzung der Kirchhellener Bezirksvertretung am 9. Juni Thema sein wird. Darin heißt es, dass bereits im Februar der Rechnungsprüfungsausschuss sein Okay zur Ausschreibung der Pflanzarbeiten gegeben habe. Jedoch: „Mehrere Angebote konnten aufgrund fehlender Preisangaben nicht gewertet werden.“

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Zudem habe es Serverprobleme beim deutschen Vergabeportal gegeben, sodass der Auftrag erst am 21. Mai in Höhe von 157.980 Euro habe vergeben werden können. Trotz mehrfacher Nachfrage per Telefon durch den städtischen Fachbereich Umwelt und Grün habe der Unternehmer erst Mitte Mai gemeldet, dass die benötigten Pflanzen nicht verfügbar seien.

Alternativvorschläge waren nicht brauchbar

Die von ihm angebotenen Alternativen seien jedoch aufgrund bestimmter Vorgaben nicht brauchbar gewesen. Eigentlich hätte laut Auftrag eine Bepflanzung bis zum 5. Mai erfolgen müssen. Nun wurde eine erneute Frist bis Anfang Juni gesetzt. „Kommt der Unternehmer auch dieser Frist nicht nach, kann der Auftrag durch die Stadt Bottrop aufgekündigt werden“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Aufgrund der Witterung sei es jedoch unwahrscheinlich, dass die Bepflanzung noch zeitnah erfolgen könne. Daher rät der Bottroper Fachbereich dazu, die Umsetzung der Maßnahmen auf den Herbst zu verschieben.

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