Neues Seelsorge-Team steht vor großen Herausforderungen

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Das Coronavirus sorgt dafür, dass das neue Kirchhellener Pastoral-Team vor großen organisatorische Herausforderungen steht. Hinzu kommt, dass die Johanneskirche nicht nutzbar ist.

von Maria Dehling

Kirchhellen

, 14.08.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist angekommen im Dorf: das neue Seelsorge-Team. Ein erstes gemeinsames Gespräch gibt einen Blick in die Zukunft der Gemeindearbeit in St. Johannes. Doch zunächst einmal gilt es, die Neuen willkommen zu heißen. Das geschieht am Samstag (15. August) um 16 Uhr auf einer Wiese in Feldhausen, gegenüber der Kirche und gleichzeitig auch in einem Livestream. „Am 15. August kann es natürlich nur Feldhausen sein, feiern wir doch dann dort das Patronatsfest der Gemeinde Mariä Himmelfahrt. Pandemiebedingt werden wir dort leider nicht alle Gläubigen begrüßen dürfen. Umso mehr freue ich mich über die schöne Möglichkeit eines Livestreams,“ so der neue Seelsorger Christoph Potowski. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.stjk.de.

„Mit Ausnahme von Pater Periya fangen wir alle neu an. Alle Stellen wurden neu besetzt. Das gibt es nicht oft in Pfarrgemeinden. Hier spielt uns vielleicht Corona auch etwas in die Hände, da der ein oder andere Termin zurzeit einfach nicht stattfinden darf, möchten wir die Zeit nutzen die Kirchhellener, Feldhausener und Grafenwälder kennenzulernen, aber auch das Dorf mit seinen Besonderheiten, die Vereine, die Institutionen und vieles mehr“, so Pastoralreferent Werner Koschinski. Er wohnt mit seiner Familie mittlerweile in Grafenwald.

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Ein dringendes Thema sind die anstehenden Kommunionfeiern, hier wird Pastoralreferent Dennis Humberg der Ansprechpartner sein. Er wohnt mit seiner Familie in Dorsten-Holsterhausen. „Ich bin von dort per Autobahn in wenigen Minuten im Dorf. Meine Frau arbeitet im Übrigen in St Agatha.“ Der Pastoralreferent wird gemeinsam mit den Katecheten und Eltern für das Jahr 2020 105 Kinder in elf Terminen bei ihrer Erstkommunion begleiten. „Eigentlich finden jetzt wöchentlich Erstkommunionfeiern statt. Andere möchten auch erst im nächsten Jahr am Weißen Sonntag die Feier begehen, auch das möchten wir möglich machen.“

Für die Firmvorbereitungen zeichnet sich Werner Koschinski verantwortlich und freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen. „Das Seelsorgeteam wird sich einmal wöchentlich treffen. Einmal im Monat gibt es eine große Dienstbesprechung inklusive Pfarrsekretariate, Koordinatorin der Kindergarten, Verwaltungsangestellter und so weiter. Ganz wichtig ist für uns, dass wir alle unseren Dienstsitz an St. Johannes Nr. 5 haben, das bedeutet kurze Wege und schnelles Miteinander,“ so Potowski.

Die St.-Johannes-Kirche in Kirchhellen wird gerade umgebaut.

Die St.-Johannes-Kirche in Kirchhellen wird gerade umgebaut. © Julian Schäpertöns

Die Ansprechpartner für Trauungen, Beerdigungen, Jubiläumsfeiern sowie die Koordination in der Arbeit mit dem Kirchenvorstand und dem Pfarreirat wurde bewusst noch nicht benannt, das soll allerdings kurzfristig erfolgen. „Für die Zusammenarbeit mit Vereinen und kirchlichen Gruppierungen werden wir vermutlich zu einem gemeinsamen Gespräch mit den Vorständen einladen,“ so Dennis Koschinski. „Es könnte Teil einer neuen Netzwerkbildung sein. Wir möchten zuhören, eventuell Bedarfe erkennen, um daran anknüpfen zu können.“ Der Blick geht für das Team aber auch bereits Richtung Weihnachten. „Corona macht es anders, der Kirchenumbau ist auch da – was können und wie dürfen unsere Angebote aussehen, das sind Fragen, die uns beschäftigen“ so Christoph Potowski.

Beim geistlichen Miteinander der drei Gemeinden möchte das neue Team flexibel sein. „Alle Unterschiedlichkeiten haben auch ihre Bereicherung. Kirchtürme ergänzen sich auch gegenseitig. Wir möchten ein Netzwerk aufbauen, in dem Christen ihr Christsein leben können – ganz konservativ bis hin zu einem Gottesdienst im Jahr sollte alles möglich sein,“ so Werner Koschinski. „Menschen, die andocken möchten, wollen wir die Chance geben. Nicht in jedes Handeln gleich eine Wertung legen. Unsere Aufgabe muss es sein, Gott begegnen zu können. Ich sage immer gern: Komm wie Du bist,“ ergänzt der neue Seelsorger Christoph Potowski.

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