Oberbürgermeisterwahl: Bucksteeg will Ansprechpartner für Ehrenamtler

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In einer Serie stellt die Redaktion die sechs Bottroper Oberbürgermeisterkandidaten und ihre Sicht auf Kirchhellen vor. Dieses Mal geht es um Andreas Bucksteeg, den Kandidaten der FDP.

Kirchhellen

, 24.08.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die FDP beschreibt ihren Kandidaten selbst als „politischen Newcomer“ mit einem „gewissen bodenständigen Lebenslauf“. Andreas Buckstegg ist 55 Jahre alt und seit 2009 Mitglied der FDP. Er ist verheiratet, hat drei Töchter und ist als gelernter Bankkaufmann Leiter des Immobiliencenters der Bottroper Sparkasse.

Obwohl Newcomer, hat der 55-Jährige eine ganz klare Vorstellung davon, was ihm in der Bottroper Politik wichtig ist. Sein Herzensthema: „Die Einrichtung einer modernen, schlanken und dienstleistungsorientierten Verwaltung, die unter anderem die Voraussetzungen dafür schafft, dass Bottrop eine l(i)ebenswerte Stadt bleibt.“

Senioren

Doch was möchte Bucksteeg konkret dafür tun, dass Kirchhellen ein lebenswerter Stadtteil bleibt? Da in Kirchhellen im Vergleich zu anderen Bottroper Stadtteilen viele Senioren wohnen, ist die Frage nach Maßnahmen für diese Bevölkerungsgruppe berechtigt. „In erster Linie will ich eine bessere Anbindung im öffentlichen Nahverkehr sowie gezielt barrierefreien Mietwohnungsbau“, positioniert sich der FDP-Kandidat ganz klar.

Feuerwache

Bei der Diskussion um den neuen Standort der Kirchhellener Feuerwache kann der 55-Jährige beide Seiten - Kritiker und Befürworter - gut verstehen. „Umweltschutz ist mir wichtig – aber ein idealer Standort für die Feuerwehr hat hier Priorität“, sagt er. Das angeschobene Verfahren mit der Beteiligung der Öffentlichkeit werde zeigen, ob die Wahl richtig sei.

Ehrenamt

Kirchhellen lebt vom Ehrenamt. Ohne sie hätte auch die städtische Verwaltung in einigen Bereichen deutlich mehr Arbeit. Doch was kann die Politik tun, um die Ehrenamtlichen zu unterstützen und „bei der Stange zu halten“? Nach eigenen Angaben steht Bucksteeg im regelmäßigen Austausch mit den Ehrenamtlichen. „Zudem möchte ich einen speziellen Ansprechpartner in der Verwaltung, der sich gezielt und schnell um die Anliegen der Ehrenamtlichen kümmert“, so der Oberbürgermeisterkandidat.

Jugendliche und Kinder

Das neue Jugendhaus in Kirchhellen nimmt langsam Fahrt auf. Doch reicht das, um alle Kinder und Jugendlichen im Ort zu erreichen? „Letztlich kann man für den Nachwuchs nie genug tun“, sagt Andreas Bucksteeg. Er hofft erst einmal, dass das neue Haus gut angenommen wird. Insgesamt sei es jedoch so, dass Kirchhellen ein ausgeprägtes Angebot für Kinder und Jugendliche durch die Vereine, die Landjugend, die Pfarrjugend und durch außerschulische Angebote habe.

FDP-Oberbürgermeisterkandidat Andreas Bucksteeg wünscht sich in Kirchhellen, hier der Johann-Breuker-Platz, moderierte Gespräche mit Einzelhändlern und Vermietern.

FDP-Oberbürgermeisterkandidat Andreas Bucksteeg wünscht sich in Kirchhellen, hier der Johann-Breuker-Platz, moderierte Gespräche mit Einzelhändlern und Vermietern. © Julian Schäpertöns

Einzelhandel

Während in Bottrop zahlreiche Maßnahmen wie das kostenlose Parken anlaufen, um die durch Corona gebeutelten Einzelhändler zu unterstützen, müssen auch die Kirchhellener Händler zum Teil um ihre Existenz bangen. Bucksteeg wünscht sich an dieser Stelle moderierte Gespräche mit Einzelhändlern und Vermietern unter der Fragestellung, welche Unterstützung durch die Stadt benötigt werde. „Die Kirchhellener wissen am besten, was der Einzelhandel in ihrem Kirchhellen braucht.“

Verkehrssicherheit

Verkehrssicherheit ist ein Thema, das in Kirchhellen häufig diskutiert wird. Was ist eine der ersten Maßnahmen, die die Politik in diesem Bereich angehen sollte? „Der erste Schritt ist für mich die Instandsetzung und Sanierung von Geh- und Fahrradwegen in der Dorfmitte und ein von unnötigen Risiken befreiter Fahrradweg nach Bottrop“, so Bucksteeg. Das könne man ohne extrem hohe Kosten erreichen.

Bottrop vs. Kirchhellen

Woran liegt es, dass in Kirchhellen oft das Gefühl entsteht, bei Politik und Verwaltung „außen vor“ zu sein? Der FDP-Kandidat ist sich sicher, dass das an den momentanen politischen Verhältnissen liegt. „Und die wollen wir ja ändern. Insgesamt sollte mit den politischen Vertretern aller Bottroper Stadtteile ein regelmäßiger Austausch stattfinden.“

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