Reine Männersache: Boulespielen vor dem Brauhaus

KIRCHHELLEN Kirchhellen Rund 720 Gramm wiegen die silberfarbenen Kugeln, die gut geschossen über den dunkelroten Boden rollen - am Silvestervormittag brachte der Boule-Spielkreis der Kolpingsfamilie Kirchhellen noch einmal richtig Schwung auf die Bahn am Brauhaus.

von Von Katia Backhaus

, 01.01.2009, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwar sind die Minusgrade und der frostige Boden nicht gerade die angenehmsten Bedingungen für das ursprünglich aus Frankreich kommende Spiel, aber das macht Klaus Peters und seinen Boulefreunden nicht wirklich etwas aus. „Heute gibt's auch was zu essen und zu trinken, so zwei Stunden werden wir hier sicher draußen verbringen“, erzählt er. „Wir haben auch schon auf Schnee und Eis gespielt.“ Der Anfang war sommerlicher: Seit Mai 2001 treffen sich Freunde und Kenner des Kugelspiels regelmäßig am Mittwoch um 18 Uhr auf dem Platz hinter dem Brauhaus. Rudolf Steinmann, Vertreter der Altherren der Landjugend, hatte damals die Idee, mit dem Erlös der Bauernolympiade eine Boulebahn zu bauen. Im Umkreis gibt nur eine weitere Anlage am Schloss Beck: „Mit den Feldhausenern haben wir schon einige Turniere ausgetragen, 2009 werden wir sie noch einmal hier bei uns herausfordern“, so Peters. Antreten an einer Linie Zehn Männer an einer Linie, jeder hält eine Silberkugel in der Hand, alle werfen auf ein Ziel: Das leuchtend rosafarbene „Schweinchen“, eine kleine Holzkugel. Wer liegt am nächsten dran, wer spielt in welchem Team? Bei Streitfragen hilft das Maßband weiter, manchmal erst ein neutraler Dritter. Die Herren nehmen ihren Sport ernst. Regeln konnte man früher sogar im VHS-Kurs lernen. „Wenn ich mal pensioniert bin, will ich boulen, das hab ich früher in Frankreich gesagt“, erinnert sich Peters. Der Wunsch ist in Erfüllung gegangen - und die Kugeln werden sicher auch im nächsten Jahr munter weiter rollen. 

Interessierte sind immer herzlich willkommen, der Boulespielkreis ist offen für neue Spieler und trifft sich jeden Mittwoch um 18 Uhr an der Anlage am Brauhaus.

Lesen Sie jetzt