Schon wieder Absagen - schwere Zeiten für den Hof Jünger

hzHof Jünger

Nach nur zwei Monaten muss der Kirchhellener Bürgerverein Hof Jünger schon wieder Veranstaltungen absagen. Zwar bleibt das Team positiv, aber finanziell könnte es eng werden.

Kirchhellen

, 29.10.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie haben Termine verschoben, ein Hygienekonzept erarbeitet und Werbung gemacht. Eine großzügige Spende der Vereinten Volksbank schien ihr Halbjahresprogramm gerettet zu haben. Doch nach nur zwei Monaten muss das Team des Kirchhellener Kulturzentrums Hof Jünger wieder die Pforten schließen. Alle für November geplanten Veranstaltungen wurden abgesagt.

Hintergrund sind die Beschlüsse von Bund und Ländern zu strengeren Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus, die am Mittwoch (28. Oktober) vorgestellt wurden und ab Montag (2. November) gelten sollen. „Es trifft uns zwar nicht unvorbereitet, aber wir hatten bis zuletzt an ein Wunder geglaubt“, sagt Hermann Reinbold, Vorsitzender des Bürgervereins Hof Jünger.

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Dass neben „Film ab im Hof“, dem Liederabend „Aus der Seele“, der Ausstellung mit Werken von Jürgen Kaub, der Konzertreihe „Weltklassik am Klavier“ mit Toru Oyama und dem 7. SlamHellen auch das geliebte „Kabarett im Hof“ ausfallen muss, tut Reinbold besonders weh.

Nach zwei Veranstaltungen - unter anderem mit Erasmus Stein - muss das im November geplante „Kabarett im Hof“ erneut ausfallen.

Nach zwei Veranstaltungen - unter anderem mit Erasmus Stein - muss das im November geplante „Kabarett im Hof“ erneut ausfallen. © Ralf Pieper (A)

„Teilweise ist es schwer, nach einer Absage noch einen neuen Termin hinzubekommen. Tatsächlich haben wir jedoch für einige ausgefallene Veranstaltungen schon Ersatztermine, aber es macht gerade wenig Sinn, diese zu veröffentlichen“, sagt er.

Der Vorsitzende weist darauf hin, dass bereits für November-Veranstaltungen erworbene Eintrittskarten am Sonntag (1. November) zwischen 11 und 13 Uhr im Büro des Bürgervereins am Wellbraucksweg 4 zurückgegeben werden können. „Dann haben wir einen klaren Schnitt und brauchen uns im kommenden Jahr nicht mehr darum zu kümmern.“ Reinbold weist jedoch auch darauf hin, dass das Eintrittsgeld sehr gerne gespendet werden darf.

Denn, dass es für den Bürgerverein finanziell so langsam schwierig wird, daraus hatte Hermann Reinbold bereits im vergangenen Monat kein Geheimnis gemacht. Nach der langen Schließung von März bis September hat der Verein zwar durch die Veranstaltungen Geld einnehmen können, jedoch deutlich weniger als üblich, da nur noch 70 Zuschauer pro Veranstaltung in den Saal durften. Eigentlich müsste der Verein jedoch jährlich einen Überschuss erwirtschaften, da er auch verantwortlich für den Erhalt des Kulturzentrums ist.

Flyer für 2021 sind schon in Arbeit

„Ich sage ganz ehrlich, dass ich nicht weiß, wie wir durch diese Zeit kommen“, sagt Reinbold. Doch er möchte den Kopf nicht in den Sand stecken und verweist auf das Programm des ersten Halbjahres 2021. Der Flyer sei schon in Arbeit, die Zuversicht nicht komplett genommen. Klar sei auch, dass man alles versuchen werde, die Eintrittspreise auf dem gleichen Niveau wie bislang zu halten.

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