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Schüler zeigen ihre Konstruktionskünste im Movie Park Kirchhellen

Achterbahn-Wettbewerb

Mit Aufzug, als schwarzes Loch oder ganz klassisch mit Loopings: Bei der Endrunde des Wettbewerbs Junior.Ing im Movie Park zeigten Schüler ihre selbst konstruierten Achterbahnen.

Kirchhellen

, 09.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Schüler zeigen ihre Konstruktionskünste im Movie Park Kirchhellen

Die Jury ließ sich jedes Modell von den Schülern ganz ausführlich erklären. © Kevin Kallenbach

Hoch, schnell und möglichst waghalsig: Achterbahnen sind in jedem Freizeitpark Publikumsmagnete. So auch im Movie Park in Feldhausen. Sieben Achterbahnen warten hier darauf, großen und kleinen Besuchern einen Adrenalin-Kick zu verschaffen.

Movie Park hatte Ingenieurkammer NRW zu Gast

Die Ingenieurkammer NRW hätte für ihre regionale Endrunde ihres alljährlichen, bundesweiten Schülerwettbewerbs Junior.Ing also kaum eine bessere Kulisse wählen können. Denn die Aufgabe der Schüler bestand darin, selbst Achterbahnen zu konstruieren.

„Wir möchten die Schüler mit spielerischen Aufgaben für naturwissenschaftliche Fächer begeistern“, so Christoph Spieker, Hauptgeschäftsführer der Ingenieurkammer-Bau NRW. „Auch im Ingenieurwesen wird mittlerweile der Fachkräftemangel bemerkbar. Da ist der Wettbewerb eine gute Gelegenheit, Interesse zu wecken.“

14 Finalisten in der NRW-Endrunde

Und Interesse vonseiten der Schüler war vorhanden: Allein in NRW hatten sich 250 Schüler mit 95 Modellen in den beiden Kategorien - bis zur Jahrgangsstufe 8 und ab der Jahrgangsstufe 9 - beworben. In die Auswahlrunde schafften es aber nur die besten 14 Projekte, jeweils sieben pro Kategorie.

Fünf Jurymitglieder, alles selbst Ingenieure, bewerteten am Dienstag (7. Mai) im großen Saloon des Movie Parks die Modelle der Regionalfinalisten. Dabei legten sie vor allem Wert auf die statische Konstruktion sowie auf die Originalität der eingereichten Projekte.

Achterbahn-Konstruktion ist anspruchsvoll

Denn die Konstruktion einer Achterbahn sei keine leichte Aufgabe, bemerkte Georg Wiemann, der Jury-Vorsitzende: „Das Planen einer Achterbahn benötigt eine Vielzahl von Kenntnissen der Physik: Von der Statik angefangen, über Flieh- und Antriebskräfte - es gibt wirklich eine Menge zu beachten.“ Deshalb sei die Aufgabenstellung auch dieses Jahr sehr komplex.

Die Finalisten schienen dieser Komplexität aber durchaus gewachsen. Manche Gruppen steigerten sie sogar noch. So versuchte sich das Team „Potentialtrichter“, das einzige rein weibliche Team der Runde, daran, mit seiner Achterbahn die Grundsätze eines Schwarzen Lochs nachzuempfinden.

Schülerinnen gewinnen den ersten Preis

Der Jury war das Projekt der vier Schülerinnen aus Köln auch gleich den ersten Preis in ihrer Kategorie sowie auch einen Sonderpreis wert. Sie können sich somit nicht nur über 250 Euro Preisgeld freuen, sondern es geht für sie, zusammen mit dem Team AME vom Graf-Adolf Gymnasium Tecklenburg, auch nach Berlin. Dort werden sie dann ihre „Black Hole“-Achterbahn im Bundesfinale präsentieren.

Sonderpreis für Nachhaltigkeit

Doch auch andere Teams konnten die Aufmerksamkeit der Jury auf sich ziehen. So bekam etwa das Team des Berufskollegs Hilden einen Sonderpreis für ihr Umweltbewusstsein. Obwohl es bereits vom Wettbewerb selbst Vorschriften gab, was die verwendeten Materialen betraf, stellten die Schüler an sich noch strengere Ansprüche.

Sie verwendeten zur Konstruktion ihrer Achterbahn nur nachhaltige Stoffe, die Gerüste waren etwa aus Holz und für die Gegengewichte benutzten sie ausschließlich Bauschutt. „Das sei ja auch Recycling“, meinte eine Schülerin.

Achterbahn feiert Geburtstag

Achterbahnen standen auch abseits des Wettbewerbs im Zentrum aller Aufmerksamkeit im Movie Park. Denn die große Holzachterbahn des Parks feierte am gleichen Tag 20. Geburtstag.

Natürlich durften die Achterbahn-Konstrukteure in spe das große Vorbild zwischen ihren Präsentationen ausprobieren. Ein schönes Extra für die Jugendlichen, die sich teils monatelang in der Theorie mit Achterbahnen auseinandergesetzt haben.

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