Teenager drücken sich gern vor Jugend-Vorsorgeuntersuchungen

AOK-Appell

Nur jeder achte Teenager nimmt die Vorsorgeuntersuchungen J1 und J2 wahr. Obwohl sie für die meisten Versicherten kostenlos sind, scheuen die Jugendlichen offenbar den Arztbesuch.

Kirchhellen

06.10.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jugenduntersuchung

Die Jugenduntersuchungen werden nach wie vor viel zu wenig genutzt. © AOK/hfr

Nur knapp jeder achte Teenager in Bottrop geht zu den Jugenduntersuchungen J1 und J2. Das geht aus einer aktuellen Auswertung hervor.

Danach nutzten im vergangenen Jahr nur 12,3 Prozent der AOK-versicherten Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren die medizinischen Checks, die von der AOK NordWest für ihre Versicherten kostenfrei angeboten werden. Im Vorjahr waren es 17,9 Prozent.

Während die bekannten U-Untersuchungen für Kinder gut angenommen werden, kommen nur 25 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren zur J1, die zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehört. Die J2 für Versicherte im Alter von 16 und 17 Jahren nahmen nur noch 2,5 Prozent wahr. Allerdings wird sie nicht von allen Krankenkassen übernommen.

Das Gespräch mit dem Arzt unterliegt der Schweigepflicht

Im Rahmen der J1 werden Größe, Gewicht, Impfstatus sowie Blut, Harn und der Zustand der Organe, des Skelettsystems und der Sinnesfunktionen überprüft.

Die Jugenduntersuchung J2 zielt zusätzlich unter anderem auf das Erkennen von Pubertäts- und Sexualitätsstörungen, Haltungsstörungen und Diabetes-Risiko ab.

Beide Untersuchungen bieten neben einem Gesundheits-Check auch immer die Chance, ausführlich mit dem Arzt zu sprechen. Das persönliche Gespräch ist selbstverständlich vertraulich.

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