Tröpfchen statt Gießkanne

KIRCHHELLEN Einen "halben" Streetworker für den Kirchhellener Verein Philipp Neri soll die Stadt Bottrop bezahlen. Das fordert die CDU-Fraktion, die sich zur Etatberatung für den kommenden Haushalt getroffen hat.

von Von Berthold Fehmer

, 11.01.2008, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tröpfchen statt Gießkanne

Eine halbe Streetworker-Stelle soll die Stadt dem Verein Philipp Neri in Kirchhellen zahlen. Hier ein Bild von der Eröffnung des MOK am Jugendkloster.

Für die Betreuung der Jugendlichen in Kirchhellen soll die Stadt die 18 000 Euro aufbringen, die der Verein selbst nicht zahlen kann. Etwas mehr Spielraum hatte sich bei den Etatberatungen dadurch ergeben, dass durch Verbesserungen auf der Einnahmenseite (Gewerbesteuer) ein Plus von mehr als drei Millionen Euro zusätzlich im Stadtsäckel vorhanden ist. Hermann Hirschfelder, der frisch gebackene Fraktionsvorsitzende der CDU, warnte jedoch gleich vor "Begehrlichkeiten" und dem "Gießkannen-Prinzip". So möchte die CDU-Fraktion nur einen Bruchteil der Millionen einsetzen.

Jugendarbeit

Und zwar bei Philipp Neri und beim Jugend-Café, das seine Räumlichkeiten an der Paßstraße verloren hat. Für eine dauerhafte Sicherstellung der notwendigen Jugendarbeit ist die CDU-Fraktion bereit, der Bitte des BDKJ zu folgen, und die Sachkosten für die räumliche Unterbringung in Höhe von rund 20 000 Euro jährlich zu übernehmen. Außerdem verbindet die CDU-Fraktion mit der Einstellung der neuen Geschäftsführerin für die Gesellschaft für Stadtmarketing die Hoffnung, dass diese ein tatsächliches Marketingkonzept für die Stadt entwickelt. Die Stadt Bottrop müsse mit ihrem Potenzial an Wirtschaft und Tourismus weit über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht werden.

Dazu werde eine zusätzliche finanzielle Ausstattung notwendig sein, die die CDU-Fraktion bereit ist, zur Verfügung zu stellen. "Über eine genaue Summe zu reden, wäre zu diesem Zeitpunkt jedoch unredlich", so Hirschfelder.

Dreizügigkeit erhalten

Die CDU setzte sich vor allem mit dem Thema Bildung und Schulen auseinander. Im Kirchhellener Bereich, so die Fraktion, sei die Stadt als Schulträger gefordert, alle äußeren Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das in Kirchhellen bestehende Potenzial an Schülern ausgeschöpft werden kann, um eine möglichst dauerhafte Dreizügigkeit beim Vestischen Gymnasium zu gewährleisten. Dies bedeute auch eine verbesserte Anbindung des Ortsteils Feldhausen - entweder durch ÖPNV oder eventuell durch einen Schülerspezialverkehr.

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