Verstärkte Kontrollen am Heidesee

Regeln beachten

Sich mit Freunden am Heidesee treffen, Picknicken, schwimmen gehen und vielleicht sogar ein kleines Lagerfeuer machen. Das ist für einige Kirchhellener ganz normal. Dass das Ganze illegal ist, darüber machen sich die wenigsten Gedanken.

KIRCHHELLEN

von Von Michelle Hoffmann

, 21.07.2017, 14:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verstärkte Kontrollen am Heidesee

Stefan Beckmann (Fachbereichsleiter Umwelt und Grünflächen), Michael Börth vom RVR, Klaus Müller (Technischer Beigeordneter der Stadt Bottrop) und RVR-Förster Volker Adamiak (v.l.) wollen, dass die Regeln am Heidesee beachtet werden.

„Am Parkplatz vom Heidesee steht ein großes Schild, wo genau drauf steht, was erlaubt ist und was nicht, aber kaum einer hält sich dran. Wahrscheinlich lesen die meisten das Schild gar nicht oder wollen es einfach nicht lesen“, sagt Michael Börth vom regionalen Forstamt Ruhrgebiet.

Der Heidesee ist grundsätzlich ein Erholungsort und Naturschutzgebiet und das soll es auch bleiben. Deshalb gibt es Richtlinien, die genau vorschreiben, was hier erlaubt ist und was nicht. Zu den verbotenen Sachen gehören neben dem Schwimmen gehen, was nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde und Pferde verboten ist, auch das Betreten des Schilfgebietes, Rauchen und Feuer machen.

Drei Tage im Sommer

Außerdem dürfen die Hunde nur an der Leine mitlaufen. „Diese Regeln sind wichtig, damit das Ökosystem Heidesee nicht künstlich verändert wird“, erklärt Stefan Beckmann, Fachbereichsleiter Umwelt und Grünflächen der Stadt Bottrop. Da sich momentan kaum einer an die Regeln hält, wird die Stadt Bottrop in Kooperation mit der Polizei, dem Ordnungsamt und dem RVR an drei Tagen in diesem Sommer verstärkt am Heidesee kontrollieren. Der erste Termin ist am 29. Juli.

Zwei Teams mit jeweils zehn Leuten werden dann am Heidesee für Ordnung sorgen. „Wir wollen zeigen, dass die Verhaltensvorgaben nicht nur zur Zierde an den Schildern stehen, sondern auch durchgesetzt werden“, sagt Michael Börth. „Am ersten Termin geht es hauptsächlich darum, die Leute zu informieren und an ihr Verständnis zu appellieren.

Bei den beiden anderen Terminen gibt es dann erst Verwarnungsgeld und, wenn das nicht reicht, auch ein Bußgeldverfahren. „Das Teuerste, was man machen kann, ist zu rauchen oder ein Feuer zu legen“, sagt Börth. „Gerade in der Waldbrand gefährdeten Zeit zwischen März und Oktober, kann das schwere Folgen haben und kostet deshalb bis zu 1050 Euro“, fügt er hinzu.

"Alleine hat man da fast gar keine Chance"

Die Einsicht der Leute lässt bisher oft zu wünschen übrig. „Wenn wir den Leuten sagen, dass das, was sie machen, verboten ist und wir sie auffordern, das zu unterlassen, dann kommen sie einem meistens noch doof und fangen erst einmal an, zu diskutieren“, sagt RVR-Förster Volker Adamiak. Gerade bei Gruppen sei es schwierig. „Alleine hat man da fast gar keine Chance“, fügt er hinzu. Deshalb seien gerade die großen Kontrollgruppen von zehn Personen wichtig. 

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