Die Werbegemeinschaft Kirchhellen wünscht sich eine zentrale Teststation auf dem Johann-Breuker-Platz. © Julian Schäpertöns
Coronavirus

Werbegemeinschaft fordert weitere Teststelle – Stadt ist skeptisch

Die Kirchhellener Werbegemeinschaft fordert eine weitere Teststelle für die Innenstadt. Der Weg vom Brauhaus zu den Geschäften ist ihnen zu weit. Die Stadt prüft, aber ist skeptisch.

Der Besuch in den Geschäften in Kirchhellen ist derzeit nur mit einem aktuellen, negativen Coronatest möglich. Testen lassen kann man sich momentan an fünf Stellen im Dorf. Doch das reicht der Werbegemeinschaft nicht.

„Wir sind froh, dass die Läden unter diesen Voraussetzungen zumindest geöffnet bleiben dürfen“, sagt der 1. Vorsitzende der Werbegemeinschaft Kirchhellen, Stephan Kückelmann. „Doch wir würden uns wünschen, dass eine weitere Teststelle in der Dorfmitte installiert wird.“

Zusätzlich zu den fünf Teststellen (Brauhaus, Krankenpflege Silke Roicke, Glück-Auf-Apotheke, Praxis Dr. Hebisch, Kopfwerk) kommt jeden Montag von 8.15 bis 12 Uhr der Testbus der Stadt auf den Johann-Breuker-Platz. „Das Testangebot für die Kirchhellener ist an sich gut, doch nicht optimal, wenn man in der Dorfmitte shoppen gehen will“, kritisiert Kückelmann. „Der Weg vom Brauhaus bis zu den Geschäften ist zu weit. Das ist nicht bequem, wenn man shoppen gehen will. Die Wege sollten so kurz wie möglich sein.“

Wunsch nach Testung ohne Voranmeldung in Kirchhellen

Darum wünscht sich die Werbegemeinschaft Kirchhellen eine weitere zentrale Teststelle direkt auf dem Johann-Breuker-Platz. „Es soll für die Besucher im Dorf so unkompliziert und schnell wie möglich sein“, sagt Stephan Kückelmann. „Es wäre auch von Vorteil, wenn Testungen ohne Voranmeldung möglich wären. Viele ältere Kunden haben kein Smartphone, um vorab Termine zu machen“, ergänzt die Kassiererin der Werbegemeinschaft Marita Müller. In vielen Fällen ist jedoch auch eine Voranmeldung per Telefon möglich – so zum Beispiel am Testzentrum des Brauhauses unter Tel. (0211) 74 07 24 19. Zuletzt hatten die Betreiber dort gemeldet, dass dieses nicht vollständig ausgelastet sei.Die Werbegemeinschaft hat den Krisenstab der Stadt Bottrop gebeten zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen eine weitere Teststelle installiert werden kann. Auch mit dem Testzentrum-Betreiber „MedCo“ ist die Werbegemeinschaft schon in Gesprächen. Der Betreiber ist optimistisch. Es fehle momentan nur an einen Container oder leer stehendes Ladenlokal, um eine Teststelle einrichten zu können.

Nicht ganz so optimistisch zeigte sich auf Nachfrage Stadtsprecher Ulrich Schulze. „Die Finanzierung des Landes für solche Teststellen ist begrenzt und man muss auch nach dem Bedarf schauen und am Brauhaus gibt es ja bereits ein großes Testzentrum“, sagte er auf Anfrage der Redaktion am Donnerstagnachmittag (6. Mai). Hinzu käme, dass für Genesene und zweifach Geimpfte Personen die Test-Pflicht entfalle. „Auch das führt ja dazu, dass weniger getestet wird“, so Schulze. Man werde die Bitte der Werbegemeinschaft jedoch trotzdem innerhalb des Krisenstabes prüfen.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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