Auch wenn er sie öffnen dürfte, lässt der VfB Kirchhellen in Absprache mit der Stadt die Bezirkssportanlage an der Loewenfeldstraße zu. © Julian Schäpertöns (A)
Sport

„Zu großes Risiko“ – VfB Kirchhellen lässt Bezirkssportanlage zu

Der VfB Kirchhellen hat sich nach Absprache mit der Stadt dazu entschlossen, die Sportanlage an der Loewenfeldstraße nicht zu öffnen. Für Fußball-Fans gibt es aber auch positive Nachrichten.

Zunächst schien es für alle Sportler eine gute Nachricht: Seit Montag (22. Februar) dürfen Einzelpersonen, Zweier-Gruppen und Personen aus einem Hausstand wieder auf Outdoor-Sportanlagen trainieren. Doch der VfB Kirchhellen dämpfte schnell die Freude. Der Verein lässt die Bezirkssportanlage an der Loewenfeldstraße geschlossen.

„Es tut uns wirklich leid und ich weiß, dass alle danach lechzen, wieder Sport zu treiben, aber wir können eine Öffnung schlichtweg nicht verantworten“, sagt Bastian Averesch vom VfB-Vorstand. Das Hauptproblem sei, dass der Verein für die Einhaltung der Hygienemaßnahmen auf den Anlagen verantwortlich, ja sogar haftbar sei. Diese Kontrolle sei jedoch personell nicht machbar. „Es ist ja nicht 24 Stunden jemand von uns vor Ort, der das überwachen könnte“, so Averesch.

Daher hat der Vorstand gemeinsam mit der Stadt Bottrop sowie dem Jugendvorstand entschieden, die Anlagen vorerst geschlossen zu halten und sich die Entwicklung der Corona-Zahlen in den nächsten zwei Wochen anzusehen. Averesch weiß, dass diese Entscheidung nicht allen gefallen wird. „Wir alle möchten gerne auf den Platz zurück, ob als Sportler, Trainer oder als Zuschauer, aber wir müssen jetzt gemeinsam noch etwas durchhalten“, sagt er.

Noch völlig unklar, wann der Ball in Kirchhellen wieder rollt

Für jeden Amateursportler sei die aktuelle Zeit eine absolute Zerreißprobe – vor allem, weil man momentan noch „absolut im Dunklen tappe“, wann es wieder losgehen könnte. Für Averesch hat jedoch jetzt erst einmal der Start der Schulen und Kitas Vorrang. „Und wenn man in andere Bereiche – wie zum Beispiel die Gastronomie guckt – da geht es um Existenzen. Da verzichte ich doch lieber noch ein paar Wochen auf Amateursport“, sagt er.

Eine positive Nachricht hat Bastian Averesch für alle VfB-Fans jedoch: „Wir konnten den Vertrag mit Marc Wischerhoff, Thomas Heimath und dem gesamten Trainerteam über den Sommer hinaus verlängern. Darüber freuen wir uns wirklich sehr.“ Für Wischerhoff ist es dann die dritte Saison beim VfB.

Marc Wischerhoff wird den VfB Kirchhellen auch durch die nächste Saison führen. © Archiv © Archiv

„Ich freue mich sehr auf die erneute Zusammenarbeit mit dem Team und auf die Aufgaben, die vor mir liegen. Wir werden viele junge Spieler aus der eigenen U19 in die Mannschaft einbauen – das wird auf jeden Fall spannend“, sagt Marc Wischerhoff. Er glaubt, dass es dem Team trotz Corona bislang gut gelungen ist, junge Spieler zu fördern.

Aktuell hielten sich die Spieler hauptsächlich durch Läufe fit – „das ersetzt aber natürlich kein Fußballtraining.“ Wischerhoff glaubt, dass seine Jungs trotzdem auf einem guten Weg sind und gut wieder starten können, wenn der Ball irgendwann wieder rollt. Der VfB-Trainer sagt aber auch: „Es gibt momentan wirklich erst einmal wichtigere Sachen als den Amateurfußball.“

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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