So sehen die neuen Verschlüsse aus. © Jörg Gutzeit
Für mehr Nachhaltigkeit

Cola-Flaschen haben einen neuen Verschluss – Kreis Recklinghausen als Vorreiter

Neuheit für die gesamte EU aus Dorsten: 40.000 ganz besondere Coca-Cola-Flaschen pro Stunde - mit einem ganz besonderen Clou, der Verbraucher erstaunen lässt.

Coca-Cola Deutschland hat in Dorsten die Getränkeverschlüsse an den Einwegpfandflaschen umgestellt. Der neue Verschlusstyp spart nicht nur Gewicht, sondern sorgt auch für mehr Nachhaltigkeit. Das Besondere: Der Kreis Recklinghausen ist damit Standort für ein europäisches Pilotprojekt des Weltmarktführers.

Europäische Union macht die Vorgabe

Der Hintergrund für die Umstellung ist ganz simpel eine EU-Vorgabe, dass Verschlüsse an der Flasche verbleiben müssen und nicht mehr einfach weggeworfen werden können – für mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Und damit niemand den Deckel abreißt, weist der Slogan „Lass mich dran“ auf die Neuerung hin.

„Lass mich dran“ – Verschluss bleibt der Flasche

Denn bis zum 3. Juli 2024 müssen alle Getränkeverschlüsse aus Kunststoff an Einwegpfandflaschen nach dem Öffnen an der Flasche bleiben. Und Coca Cola macht aus der Not eine Tugend und optimiert auch den Materialeinsatz. 1,37 Gramm an Kunststoff pro Flasche werden so bei den größeren Flaschen, etwas weniger bei den kleinen eingespart. Allein die erste neue Linie kann in 24 Stunden 40.000 Flaschen abfüllen, sodass bereits ab sofort mehr als 1,6 Tonnen Kunststoff weniger im Monat produziert werden müssen. Im Januar und Februar werden die weiteren Linien umgestellt.

Nach den Probeabfüllungen ging es in den Handel

Doch warum gerade Dorsten als Pilotprojekt für beinahe ganz Europa? „Dorsten und der Maschinenhersteller haben ein sehr gutes Verhältnis. Deshalb bot sich der Kreis Recklinghausen als Pilot an“, sagt Pressesprecher Christian Breitkreutz auf Nachfrage dieser Redaktion.

Für diese Umstellung mussten zunächst die Linientechnik und die Prozesse angepasst werden. Betriebsleiter Ralf Schmalenbeck betont: „Wir haben die letzten Monate intensiv genutzt, um uns gemeinsam mit unserem Team auf die Neuerung vorzubereiten. Anfang November haben wir als letzten Schritt Probeabfüllungen vorgenommen. Nun läuft die kommerzielle Produktion für Handel und Gastronomie.“

Die weiteren Flaschen sollen folgen

Im kommenden Jahr werden auch die beiden anderen Linien für große PET-Flaschen umgestellt. Bis Januar 2024 stellen dann sukzessive alle deutschen Werke mit Einweg-PET-Linien ihre Produktion auf die Flaschen mit den neuen Verschlüssen um. Aufgrund der langfristigen Umstellungsphase sind eine Zeit lang sowohl PET-Einwegpfandflaschen mit der bisherigen Verschlussart als auch mit den neuen Verschlüssen im Markt zu finden.

Das Coca-Cola-Versprechen: Der neue Deckel lässt sich leicht öffnen, wieder verschließen sowie hin und her bewegen. Außerdem soll er in einer Position fixiert werden können, um bequem einzuschenken.

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Redaktionsleiter CvD/ Online

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