Ukraine-Flüchtlinge

Kreis Recklinghausen: Sporthalle Kuniberg wird Puffer-Notunterkunft

Die Aufnahmekapazitäten vieler Städte sind begrenzt. Nun unterstützt der Kreis Recklinghausen die Kommunen mit Unterkünften für Ukraine-Flüchtlinge. Zudem gibt es freie Fahrten mit der Vestischen.
In vielen Schulen werden Klassen für die ukrainischen Flüchtlinge eingerichtet, damit die Kinder Deutsch lernen können. Hier hilft die Schulassistentin Daniela Kudwin der elfjährigen Lidij aus der Ukraine. Für diese Familien werden weitere Notunterkünfte hergerichtet. © dpa

Unterstützung vom Kreis Recklinghausen für die Kommunen: Die Sporthalle Kuniberg wird zur Notunterkunft umgebaut und dient somit zur Vorbereitung auf weitere Geflüchtete aus der Ukraine.

Die Zahl der Menschen, die vor dem Krieg aus der Ukraine in sichere Länder flüchten, steigt täglich. Um Geflüchteten im Kreis Recklinghausen schnell ein Dach über dem Kopf und eine sichere Schlafstätte anbieten zu können, werden kreisweit von Städten, Kreis und Land Notunterkünfte vorbereitet.

Unterkunft als sogenannte „Puffereinrichtung“

Auch die Kreisverwaltung ist aufgefordert, eine so genannte „Puffereinrichtung“ vorzuhalten, in der kurzfristig Flüchtlinge untergebracht werden können. Darum wird die Sporthalle des Kuniberg Berufskollegs in Recklinghausen jetzt zu einer solchen Unterkunft umgebaut. Dort entstehen kurzfristig Unterbringungsmöglichkeiten für rund 120 Geflüchtete

Unterbringungsmöglichkeiten für rund 120 Geflüchtete

„Es geht genau darum, wenn die Städte an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen und keine weitere Menschen mehr aufnehmen können“, sagt Kreis-Pressesprecherin Lena Heimers auf Nachfrage. Dann käme der Kreis als Zwischenlösung ins Spiel, die Menschen würden also zunächst an ihn verwiesen. „Wir sind natürlich im engen Austausch mit den Städten, wie die möglichen Zuweisungen erfolgen“, so Lena Heimers weiter.

Bisher ist ausschließlich der Standort Kuniberg geplant. Ob es weitere Stationen geben wird, konnte Lena Heimers noch nicht sagen: „Wir wissen heute natürlich noch nicht, wie der Bedarf in einigen Wochen sein wird. Das bleibt abzuwarten. Aber natürlich sind wir in Gesprächen mit den Kommunen und der Bezirksregierung.“

Sportprüfungen werden an einen anderen Ort verlegt

„Wir haben das große Glück, mit dem Campus Vest einen weiteren Berufskolleg-Standort in der Nähe zu haben, so dass dort beispielsweise die Sportprüfungen für die Schüler von beiden Standorten stattfinden können. Ich bin den Schulleitungen sehr dankbar, dass sie uns unterstützen und diesen Weg mit uns gemeinsam gehen“, sagt Landrat Bodo Klimpel.

Anders als das Jahr 2015

Auch wenn die Verantwortlichen auf die Erfahrungen aus dem Jahr 2015 zurückgreifen können, ist dennoch einiges anders als bei der letzten großen Flüchtlingswelle. „Beim letzten Mal waren es sehr viele junge Alleinreisende, die nach Deutschland gekommen sind. Aktuell sind es vor allem Frauen mit Kindern und ältere Menschen. Das versuchen wir bestmöglich bei der Planung zu berücksichtigen“, sagt Dominik Schad, Leiter des Krisenstabs „Ukraine“ bei der Kreisverwaltung. Auch die Corona-Pandemie und zum Beispiel die Unterbringung von infizierten Geflüchteten erfordere weitere Planungen.

Arbeiten haben bereits begonnen

Momentan wird die Sporthalle freigeräumt, Anfang der kommenden Woche wird der Hallenboden ausgelegt, um ihn vor Beschädigungen durch Betten und Trennwände zu schützen. Diese werden direkt im Anschluss aufgebaut. Bis Ende nächster Woche soll alles so weit vorbereitet sein, dass dort jederzeit Geflüchtete, die den Städten zugewiesen werden, untergebracht werden können.

„Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar, dass sie mit so viel Engagement und Flexibilität alles geben, damit wir auch diese Herausforderung gemeinsam bewältigen können. Das gilt auch und ganz besonders für die Hilfsorganisationen“, sagt Bodo Klimpel. „Gerade mit Blick auf die zurückliegenden Monate ist das keine Selbstverständlichkeit, aber sehr beruhigend.“

Kostenlose Nutzung des ÖPNV für Geflüchtete aus der Ukraine

Ab sofort können Ukrainer, die aufgrund des Krieges in ihrem Land flüchten und nach Deutschland einreisen, kostenlos alle Busse und Bahnen des Öffentlichen Personennahverkehrs der Vestischen nutzen. Dies gilt für alle Nahverkehrszüge (S-Bahn, Regionalbahn, Regionalexpress, etc.) sowie für alle U-, Straßen-, Stadtbahnen und Busse. Als kurzfristige Fahrerlaubnis dienen gültige ukrainische Ausweisdokumente.

Info

Das Angebot im Raum der Vestischen in Ukrainischer Sprache

Безкоштовне користування громадським транспортом для біженців з України, які зараз в’їжджають до Німеччини. Відтепер повідомлення українці, які тікають із країни через війну та в’їжджають до Німеччини, можуть безкоштовно користуватися всіма автобусами та потягами місцевого громадського транспорту. Це стосується всіх місцевих поїздів (S-Bahn, регіональних потягів, регіональних експрес тощо), а також усіх метрополітенів, трамваїв, міських поїздів та автобусів. Короткостроковими водійськими правами є дійсні українські документи, що посвідчують особу

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