Ikea-Markt in Kamen: Ärztliche Atteste von Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, werden nun nicht mehr akzeptiert. Laut Coronaschutz-Verordnung gilt für sie aber eine Ausnahme von der Maskenpflicht.
Ikea-Markt in Kamen: Ärztliche Atteste werden nun nicht mehr akzeptiert. © Stefan Milk
Nach Vorfall in Kamen

Ikea will Maskenbefreiung in Coronaschutzverordnung nicht akzeptieren

Ein Vorfall aus Kamen zieht Kreise: Ikea will Kunden, die laut Coronaschutz-Verordnung aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können, offenbar den Zutritt zu den Einrichtungshäusern verweigern. Damit fordert die Möbelkette den Gesetzgeber heraus.

Verwirrung um die Maskenpflicht bei Ikea: Noch am 26. Mai äußerte die Deutschland-Zentrale ihr Bedauern über einen Vorfall im Möbelhaus in Kamen. Dort war eine lungenkranke Frau am Vortag vom Türsteher am Haupteingang zurückgewiesen worden, obwohl ihr ein ärztliches Attest bescheinigt, dass sie aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen kann. Laut Coronaschutz-Verordnung NRW gilt für Kunden im Handel eine Maskenpflicht. Die Ausnahme: Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

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Redaktionsleiter
Jahrgang 1973, aufgewachsen im Sauerland, wohnt in Holzwickede. Als Redakteur seit 2010 rund ums Kamener Kreuz unterwegs, seit 2001 beim Hellweger Anzeiger. Ab 1994 Journalistik- und Politik-Studium in Dortmund mit Auslandsstation in Tours/Frankreich und Volontariat bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund, Lünen, Selm und Witten. Recherchiert gern investigativ, zum Beispiel beim Thema Schrottimmobilien. Lieblingssatz: Der beste Schutz für die liberale Demokratie ist die Pressefreiheit.
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