Die mobilen Impfteams des Kreises Unna sind auch nach der Schließung des Impfzentrums weiter unterwegs. Impfen lassen kann man sich zum Beispiel an diesem Donnerstag, 7. Oktober, von 7.30 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz zwischen Ebertstraße und Am Wiehagen in Bergkamen. © Archiv/Stefan Milk
Coronavirus im Kreis Unna

Impfungen im Kreis Unna: Zahlen werden immer ungenauer

Mit der Schließung der Impfzentren ändert sich auch die Impfberichterstattung. Zwar impfen Hausärzte und mobile Impfteams weiter, doch die Kassenärztliche Vereinigung kann die Zahlen nur noch eingeschränkt veröffentlichen.

Das Impfzentrum in Unna ist geschlossen, doch die mobilen Impfteams des Kreises und natürlich die Hausärztinnen und Hausärzte impfen weiter jeden Impfwilligen. Nur mit der Dokumentation der Impfungen und Impfquote ist es bezogen auf den Kreis Unna nun deutlich schwieriger.

Bisher lieferte die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) diese Zahlen täglich. „Während die Impfzentren geöffnet waren, hatte die KVWL den Auftrag, die Zahlen an das Robert-Koch-Institut zu liefern“, erklärte am Mittwoch Sprecherin Vanessa Pudlo auf Anfrage. Es sei zwar nie Aufgabe der KVWL gewesen, die Zahlen auch zu veröffentlichen, „aber wir haben das wegen der großen Nachfrage gemacht und konnten sie aufarbeiten“, so die KVWL-Sprecherin.

Zahlen aus Krankenhäusern und von Betriebs- und Privatärzten fehlten bereits

Die Zahlen aus den Impfzentren, von den mobilen Impfteams und aus der Ärzteschaft flossen bis Ende September gebündelt ans RKI und gelangten durch den täglichen Impfbericht auch transparent für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt an die Öffentlichkeit. Eine Unvollständigkeit ergab sich allerdings bereits dadurch, dass der KVWL die Impfzahlen aus Krankenhäusern sowie von Betriebs- und Privatärzten nicht vorlagen.

Mobiles Impfen wird nun vom Kreis Unna selbst dokumentiert

Künftig werden die Zahlen noch unschärfer, weil die KVWL nur noch einmal wöchentlich – nämlich montags – die Impfungen aus den Arztpraxen aktualisiert. Die Impfungen durch mobile Impfteams im Auftrag des Kreises Unna sind darin nicht mehr enthalten. „Diese Zahlen muss der Kreis Unna nun selbst dokumentieren und direkt ans RKI leiten“, heißt es von der KVWL. Der Kreis wiederum kündigt auf Nachfrage an, diese Zahlen künftig einmal wöchentlich veröffentlichen zu wollen.

Nur das RKI kennt alle Zahlen – veröffentlicht aber nur auf Länderebene

Der langen Rede kurzer Sinn: Alle Zahlen hat einzig und allein das Robert-Koch-Institut – es veröffentlicht sie aber nur auf Länderebene. Am Mittwoch gab das RKI die Impfquote (mindestens einmal geimpft) für NRW mit 72,8 Prozent an, während sie bundesweit bei 68,3 Prozent liege.

Die Impfquote für den Kreis Unna, zuletzt berechnet am 4. Oktober (Montag) auf Basis des KVWL-Impfberichts, liegt mit 64,8 Prozent deutlich darunter – ist aber aus den genannten Gründen eben leider unvollständig.

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Jahrgang 1982. Aufgewachsen im Münsterland. Nach dem Politik-Studium in Münster über Dortmund ins schöne Holzwickede. Verheiratet, Familienvater. Seit 2000 Journalist, seit 2010 beim Hellweger. Mag das Ruhrgebiet, Currywurst und gut gemachte Nachrichten – digital und gedruckt.
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