Volker Meier ist Persönlicher Referent von Landrat Mario Löhr und Sprecher des Kreises Unna. © Udo Hennes/Archiv
Coronavirus

Kulanz beim Boostern: Kreis Unna beendet Verwirrung

Kann man im Impfzentrum eine Auffrischungsimpfung auch vor Ablauf von sechs Monaten bekommen? Hierzu gab es zuletzt widersprüchliche Angaben. Der Kreis Unna stellt die Sache jetzt klar.

Neun Impfstellen hat der Kreis Unna binnen kurzer Zeit zwischen Selm und Fröndenberg eingerichtet, die Nachfrage ist riesig. Vor allem nach Booster-Impfungen, die gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) im Abstand von sechs Monaten nach der Grundimmunisierung (in der Regel zweite Impfung) verabreicht werden sollen. Nicht selten kam es in den vergangenen Tagen vor, dass Menschen an den Impfzentren abgewiesen wurden, weil ihre Zweitimpfung eben noch kein halbes Jahr zurücklag. Doch der Kreis Unna zeigt sich kulant, wenn nur wenige Tage bis zum Erreichen der Sechs-Monats-Frist fehlen.

Volker Meier: „Karenzfrist von sieben Tagen“

„Es gibt eine Karenzfrist von sieben Tagen an den Impfstellen, die in Verantwortung des Kreises Unna betrieben werden“, stellt Kreissprecher Volker Meier auf Nachfrage unserer Redaktion klar. Die Klarstellung ist wichtig, weil diese Kulanzregel offenbar noch nicht an allen Impfstellen bekannt ist. So hieß es in Selm zuletzt, es werde erst nach Ablauf von sechs Monaten geboostert. Und in der Impfstelle Lünen war von nur vier Tagen Kulanz die Rede.

Doch die Sieben-Tage-Regel gelte ausnahmslos, also auch für Lünen und Selm, wie Volker Meier betont. „Uns ist bekannt, dass zunächst in Lünen anders verfahren wurde und nur vier Tage eingeräumt wurden. Das haben wir bereits klargestellt“, so der Kreissprecher.

Auch in Selm werde es diese Klarstellung seitens des Kreises Unna geben. Meier: „Für weitere Hinweise sind wir auch weiterhin dankbar, um entsprechend reagieren und ein einheitliches Verfahren sicherstellen zu können.“

Grundsätzlich gilt die Sechs-Monate-Empfehlung der Stiko für alle in Deutschland verwendeten Corona-Impfstoffe mit Ausnahme des Vakzins von Johnson und Johnson. Weil dieses nur einmalig gespritzt wird, lautet hier die Empfehlung: Boostern mit einem mRnA-Impfstoff von Moderna oder Biontech ab vier Wochen nach der Spritze.

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Jahrgang 1982. Aufgewachsen im Münsterland. Nach dem Politik-Studium in Münster über Dortmund ins schöne Holzwickede. Verheiratet, Familienvater. Seit 2000 Journalist, seit 2010 beim Hellweger. Mag das Ruhrgebiet, Currywurst und gut gemachte Nachrichten – digital und gedruckt.
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