Alex Capus: „Susanna“

Buchtipp: Eine eigenwillige Malerin trifft Häuptling Sitting Bull

Die Geschichte der eigenwilligen Susanna Faesch hat Alex Capus in seinem Roman „Susanna“ fiktionalisiert. Doch bis sie Fahrt aufnimmt, vergehen mehr als 100 Seiten.
Autor Alex Capus erinnert als ambitionierter Geschichtenerzähler ein bisschen an seinen Kollegen John Irving, meint Buchrezensentin Britta Helmbold. © Helmbold

Die in Basel geborene Susanns Faesch wandert mit ihrer Mutter nach New York aus, verdient mit dem Malen von Porträts ihr Geld (später unter dem Pseudonym Caroline Weldon). Auch Sitting Bull hat sie auf Wunsch ihres Sohnes gemalt, und den Häuptling der Sioux werden sie gegen Ende des Romans auch treffen. Heute hängt das Porträt im State Museum North Dakotas.

Alex Capus ist ein ambitionierter Geschichtenerzähler, erinnert ein bisschen an John Irving, und so dauert es leider mehr als 100 Seiten, bis Susanna und ihre Mama endlich in die USA aufbrechen.

Alex Capus versteht es meisterlich, Geschichte lebendig werden zu lassen

Allerdings gelingt es dem Autor meisterlich, die Geschichte dieses Jahrhunderts lebendig werden zu lassen. Die Brooklyn Bridge wird eröffnet, Glühbirnen erleuchten die Stadt und Maschinen erobern und verändern den Alltag.

Alex Capus: Susanna, 286 S., Hanser, 24 Euro, ISBN 978-3-446-27396-2.

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