Julia Holbe: „Boy meets girl“

Buchtipp: Eine Paartherapeutin jammert über ihre Beziehungen

Paartherapeutin Nora wird von ihrem Mann immer wieder betrogen, aber irgendwann muss sie darauf reagieren. Was folgt in Julia Holbes Roman „Boy meets girl“ ist viel Gejammer von dieser Frau.
Der Autorin Julia Holbe gelingt es, absolut langweilig zu schreiben, meint Britta Helmbold. © Helmbold

Nora findet einen Damenslip im Gepäck ihres Mannes – und damit zerbricht ihre Welt. Zwar hatte er sie nicht zum ersten Mal betrogen, doch nun ändert sich ihr Leben in Julia Holbes Roman „Boy meets girl“.

Praktischerweise trifft Nora dann Yann wieder, mit dem sie in ihrer Jugend eine Affäre hatte, und die beiden beginnen, sich wieder regelmäßig zu treffen. Nebenbei geht sie eine Affäre mit einem wesentlich jüngeren Mann ein.

Der Versuch, Spannung aufzubauen, scheitert grandios

So weit die Handlung dieses Buchs. Denn vor allem werden die Leser über Noras Gedankenwelt informiert.

Die Paartherapeutin versteht es perfekt, über ihr Beziehungsdilemma zu jammern, so etwas ist natürlich redundant und äußerst langweilig zu lesen. Zwar versucht die Autorin Spannung aufzubauen, indem sie erste gegen Ende erzählt, warum aus Nora und Yann nicht schon in der Jugend ein Liebespaar wurde, doch das rettet ihr Werk auch nicht.

Julia Holbe: Boy meets girl, 284 S., Penguin, 20 Euro, ISBN 978-3-328-60180-7.

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