Buchkritik

Friedhelm Wessel (Hg.): „Machet gut, Schwatte!“

„Es gibt keinen Geruch nach Kohle und Feuerholz mehr. – Kein Vermissen. Aber eine wohlig-warme Erinnerung.“ Der letzte Satz in Margret Martins Geschichte „Der Kohleofen“.
Friedhelm Wessel (Hg.): „Machet gut, Schwatte!“

Sechzehn Autorinnen und Autoren winken in diesem Buch dem „Schwarzen Gold“ zum Abschied zu. Keine Bergleute. Ausschließlich „Verbraucher“. Peter Zontkowski erinnert an den Dauerbrenner, der angeblich nie ausging.

Dagmar van de Loos Vater war mehr als zwanzig Jahre bei der Grubenwehr auf Mont-Cenis, erlebte die Katastrophe im Juni 1965. „Er blieb wohl nur durch pures Glück selber körperlich unversehrt.“ Einhard Schmidt-Kallert erzählt von Nachbar Willi, einem alten Bergmann, der nicht über seine Zeit unter Tage berichten will und dem Zollverein „zu viel Rummel“ ist. Annika Schuppelius ist sich sicher, dass die sagenhafte Oswaldgrube in Kamp-Lintfort etwas mit dem fast namensgleichen Sänger einer bekannten Rockgruppe zu tun hat. Es geht um Kohleklau und Kohlekajal, um eine Halde namens Hilde, um Täubchen, die Hänschen hießen. Und Hubertus A. Janssen reimt: „Unten, da unten in siebenter Sohle, da lag sie und liegt sie, die Schwatte, die Kohle.“ Doch die Schwatte schweigt bekanntlich bald, wird nur noch in spannenden Geschichten munter. Machet gut!

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