Die Schriftstellerin Monika Maron hat eine Erzählung über ihren Hund geschrieben. © picture alliance/dpa
Büchertipp

Leseempfehlungen: Eine intelligente Hündin, eine Enkelin auf Reisen und ein Waltaucher

Monika Maron erzählt gekonnt von ihrem Hund Bonnie Propeller. Katherine Slee schickt eine Enkelin auf eine Reise. Und dann ist da noch ein recht Roman über Wale und das Freitauchen.

Nach dem Eklat im Frühjahr 2020, Monika Maron hatte einen Essayband in einem rechten Verlag veröffentlicht, wechselte die Autorin vom S. Fischer-Verlag zu Hoffmann und Campe. Dort ist nun eine nette, ganz und gar unpolitische Erzählung über ihren Hund „Bonnie Propeller“ – so lautet auch der Titel – erschienen. Und das dünne Bändchen zeigt, dass Monika Maron zu schreiben versteht.

Info zum Buch

  • Monika Maron: Bonnie Propeller
  • 55 S., Hoffmann und Campe
  • 15 Euro, ISBN 978-3-455-01161-6

Wen es schon immer gewundert haben sollte, warum sich so manch ein Hundebesitzer nach dem Tod seines Vierbeiners einen neuen besorgt, findet hier eine Antwort: Das Leben des Besitzers gerate ohne Hund in Unordnung.

Zunächst gefällt der Neue nicht recht, sie denkt daran, ihn zurückzugeben. Doch mit der Zeit wird Bonnie immer hübscher. Und sie ist intelligent – Monika Marons Erziehung ist erfolgreich, der Hund ist für ihre „pädagogischen Fähigkeiten“ empfänglich.

In Katherine Slees „Alles Glück da draußen“ gibt es einen geheimnisvollen Auftrag für die Erbin

Wenn eine berühmte Kinderbuchautorin stirbt, kann es sein, dass sie auch mit ihrem Testament noch etwas Fantasievolles hinterlässt. In Katherine Slees Roman „Alles Glück da draußen“ ist Catriona Robinson diese Autorin, die ihre Enkelin Emily auf eine Reise und Suche nach dem Testament und auf eine Spurensuche in die Vergangenheit schickt.

Infos zum Buch

  • Katherine Slee: Alles Glück da draußen
  • 320 S., Atlantik
  • 22 Euro, ISBN 978-3- 4550-0950-7

Von Großmutters Cottage in Norfolk reist Emily nach London, später nach Paris und an den Gardasee. Es ist eine Schatzsuche, auf die die Großmutter ihre Enkelin schickt, letztlich schreibt sie – auf der Suche nach dem Erbe und begleitet von einem Freund – das Manuskript ihres Lebens.

Man wird anfangs schlecht warm mit der von vielen Vögeln begleiteten Geschichte, weil Reise und Suche so geheimnisvoll sind. Aber je mehr sich der Sinn von Catrionas Auftrag erschließt, umso mehr freut man sich mit der scheuen Emily, die die Reise total verwandelt. Etwas durchhalten, dann wird’s ein schönes Leseerlebnis.

Der Roman „Waltauchen“ empfiehlt sich nur für Leser mit Interesse an Walen und am Freitauchen

Wer sich für Freitauchen und Wale interessiert, dem könnte David Bröderbauers „Waltauchen“ gefallen. Denn mit Beschreibungen dieses Sports und der Welt der Wale hat der Autor viele Seiten gefüllt.

Es ist die Lebensgeschichte eines eigenwilligen Mannes, der als Ich-Erzähler fungiert. Eingebettet sind die Rückblicke in den Versuch des Protagonisten, beim Arzt eine Samenprobe abzugeben.

Infos zum Buch

  • David Bröderbauer: Waltauchen
  • 183 S., Milena
  • 23 Euro, ISBN 978-3-9031-8460-2

So erfährt man, dass er schon als Kind im Zimmer übte, möglichst lange die Luft anzuhalten. Er berichtet von seiner Familie und seiner Position als Außenseiter. Er ist der Erste aus seiner Familie, der zum Studieren in die Stadt geht.

Sein Biologie-Studium bricht er allerdings ab, da es da weder ums Tauchen noch ums Wale-Streicheln geht. Trotz seiner Verschrobenheit sowie der Tauch- und Walfantasien lernt er Vera kennen, zieht mit ihr zusammen. Er wünscht sich ein Kind, kann es aber nicht artikulieren.

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