Buchkritik

Michael Cunningham: „Ein wilder Schwan“

Ein ungewöhnliches und höchst amüsantes Märchenbuch legt der amerikanische Pulitzerpreisträger Michael Cunningham vor.
Michael Cunningham: „Ein wilder Schwan“

In „Ein wilder Schwan“ erfahren wir endlich mehr aus dem Vorleben der bösen Hexe aus „Hänsel und Gretel“ und lernen das Rumpelstilzchen besser kennen (und verstehen).

Und dass Könige und Königinnen es nicht immer leicht haben, war ja eh klar. Auch dass ein Biest für so manche Schöne weitaus attraktiver ist als ein Nullachtfünfzehn-Waschlappen aus dem Dorf, haben wir immer geahnt.

Fragen wie diese werden gestellt: Ist es moralisch eigentlich verwerflich, einen blinden Prinzen glauben zu machen, Rapunzel trage noch immer ihr langes Haar, indem sie ihn Abend für Abend ihren abgeschnittenen Zopf liebkosen lässt?

Cunnighams mit vielen Zeichnungen ansprechend verziertes 160-Seiten-Büchlein kann man an einem Nachmittag lesen und wird dabei garantiert ein paar sehr vergnügliche Stunden verbringen.

Übrigens: Auch eine wichtige Warnung enthält dieses Büchlein. Wenn Ihnen eine Affenpfote geschenkt wird, die Ihnen drei Wünsche erfüllt, dann sollten Sie verdammt vorsichtig damit umgehen.

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