Mark Chao (r.) spielt den verstoßenen Qing Ming, Zhou Xun ist als Prinzessin Baini zu sehen. © Netflix
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Neu bei Netflix: Schwerter, Magie und Dämonen in „The Yin Yang Master“

„The Yin Yang Master“ ist ein Fantasy-Epos aus China, das bei Netflix läuft: Nicht eben die Neuerfindung des Genres, aber prächtig angerichtetes Futter fürs Auge.

Chinas Selbstbewusstsein spiegelt sich auch in Filmen nach dem Motto „Klotzen, nicht kleckern“. Streifen wie Li Weirans „The Yin Yang Master“ (den Netflix noch vor dem chinesischen Kinostart 2020 kaufte) kann man als Demonstration der Stärke sehen, finanziell, logistisch und filmtechnisch.

Vorlage des Fantasy-Epos ist eine Romanreihe aus Japan, deren Handlung in ein mythisches China verlegt wurde. Wo Menschen und Dämonen in getrennten Sphären leben. Magische Artefakte wie Schwert oder „Schuppenstein“ sind Bindeglieder zwischen den Welten und Garanten des Status quo.

Der kommt ins Wanken, als der Stein aus seinem Schrein geraubt wird und dem verstoßenen Tempelschüler Qing Ming (Mark Chao) in die Hände fällt.

Trickkiste kommt nahe an Hollywood heran

Die Macht des Steins lockt Häscher des Dämonenkaisers an, dazu einen Offizier aus der Hauptstadt. Drei Fraktionen kreuzen die Klingen in Schaukämpfen aus Martial Arts und Flugakrobatik. Oft vor prächtiger Naturkulisse, im verschneiten Bambuswald, im Nebelforst, an malerischen Schluchten.

Aus der Trickkiste (fast so perfekt wie in Hollywood) stammt eine Menagerie von Dämonen, ähnlich der Alien-Parade in „Star Wars“. Drei Frettchen sind Verwandte des Waschbären aus „Guardians Of The Galaxy“, Ninja Turtles treten ebenfalls an.

Zweikämpfe sind ermüdend

Es gibt Wimmel-Sequenzen mit hunderten Figuren, ein Gladiatorenduell in der Arena, großes Schlachtgetümmel auf einer Brücke.

Am Ende wirken die Zweikämpfe ermüdend, so schön die Tricktableaus sind. Inhaltlich ist der Film bloß eine Genre-Schablone („Sword & Sorcery“, Schwert und Zauberei), bildsprachlich aber muss er sich vor Hollywood nicht verstecken.

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Kultur-Redaktion
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