Hat ihre Liebe eine Zukunft? Lara Jean (Lana Condor) bespricht sich mit Peter (Noah Centineo). © Netflix / Bettina Strauss
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Neu bei Netflix: Verliebt in Peter und verschossen in New York in „To All The Boys“

„To All The Boys“ ist eine maßgefertigte Romanze für Mädchen, die es jetzt bei Netflix zu sehen gibt und bei der eine schwierige Entscheidung getroffen werden muss.

Das Erfolgsrezept von Netflix heißt Vielfalt. Man deckt eine Bandbreite an Themen und Stoffen ab, wie sie auch im Multiplex-Kino zu finden sind: Familien-Unterhaltung im Kids-Bereich. Fantasy und Komödien für Teenager.

Action-Reißer und Schlagetot-Filme für große Jungs. Herzenswärmer für Frauen, aber auch für Backfische. Und gelegentlich ein Arthouse-Film wie „Pieces Of A Woman“, der es nicht in Netflix‘ Top Ten schafft, aber für einen Oscar gut ist.

Schmetterlinge im Bauch

„To All The Boys“ ist eine maßgefertigte Netflix-Romanze für alle Mädchen, die mit Schmetterlingen im Bauch für einen Traumprinz und die große Liebe schmachten. Schon der dritte und wohl finale Streifen um die Teenager Lara Jean und Peter. „Du bist nicht allein“ (um es mit Roy Black zu sagen) lautet die tröstliche Botschaft des Films.

Du bist nicht allein, wenn Du Kummer hast und Dich entscheiden musst: Studierst Du nah bei Deinem Schatz oder in der Stadt, die Dich begeistert? Lara Jean (hübsch wie gemalt: Lana Condor) hat die Qual der Wahl. Soll sie in New York aufs College gehen, weit weg von ihrem Liebsten? Oder im kalifornischen Berkeley studieren, in der Nähe von Peter (Noah Centineo)? Sie ist verschossen in Peter, aber auch in New York.

Phase der Verwirrung

Kann das klappen mit einer Fernbeziehung, wenn Lara Jean den Big Apple wählt? Wie wird Peter reagieren, wenn sie Kalifornien abbläst? Michael Fimognaris Film begleitet seine Heldin durch eine Phase der Verwirrung. Lara liest „Stolz und Vorurteil“, sie ist ein aufgewecktes Mädchen aus einer Familie, die trotz Verlust der Mutter intakt ist.

Das Milieu ist fast zu keimfrei, der Himmel hängt voller Geigen, der Soundtrack greift zu sonnigem Pop. Bis Lara in Sachen Lebensplanung den Blues bekommt: Das „Coming Of Age“-Sujet vom Erwachsenwerden. Das Paar macht eine Krise durch, der Tenor bleibt optimistisch. Wir schaffen das! Ein Zielgruppen-Film. Vorhersehbar, aber nicht unsympathisch.

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Kultur-Redaktion
Wie sagte "Mr. Chance": Ich gucke gern!
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