Buchkritik

Susan Kreller: „Pirasol“

2015 erhielt Susan Kreller den Deutschen Jugendliteraturpreis für „Schneeriese“. Nun hat sie mir „Pirasol“ einen berührenden Roman geschrieben.
Susan Kreller: „Pirasol“

Die 84-jährige Gwendolin lebt in der Villa Pirasol, doch ihre Mitbewohnerin Thea macht ihr das Leben schwer. Aber ihren Willen durchzusetzen, hat sie sich bisher nie getraut.

Davon erzählt Kreller in ihrer lakonisch eingenwilligen Sprache, die einen gefangen nimmt. Während sich Gwendolin überlegt, wie sie Thea vor die Tür setzen könnte, erinnert sie sich an ihr Leben – und das war alles andere als amüsant. Der Zweite Weltkrieg nimmt ihr die Mutter, der Vater kehrt aus dem Konzentrationslager mehr tot als lebendig zurück. Später heiratet sie einen wesentlich älteren Fabrikbesitzer, der sich als Tyrann und Alt-Nazi entpuppt und dafür sorgt, dass der gemeinsame Sohn den Kontakt zur Mutter abbricht. Aber nun will sie ihr Leben in die Hand nehmen und nicht mehr nur erdulden. Lesenswert!

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