Buchkritik

Tim Pröse: „Hallervorden“

Eigentlich mag Dieter Hallervorden keine Interviews. Umso erstaunlicher, dass er dem Autor Tim Pröse gestattete, ihn ein ganzes Jahr lang zu begleiten, ihn sogar auf seiner Insel in der Bretagne zu besuchen.
Tim Pröse: „Hallervorden“

Entstanden ist dabei ein bemerkenswertes Buch. „Hallervorden – ein Komiker macht ernst“ ist nichts weniger als eine Liebeserklärung an einen wunderbaren Comedian, einen großen Charakterdarsteller und einen ungewöhnlichen Menschen.

Pröse macht von Anfang an kein Geheimnis daraus, dass dieser Dieter Hallervorden als „Nonstop-Nonsens-Didi“ einer seiner Kindheits-Helden war. Sein Buch ist keine Biografie im klassischen Sinne. Er lässt in Interviews Hallervordens neue Lebensgefährtin Christiane Zander erzählen, wie sich das Paar kennenlernte und was sich die beiden gegenseitig bedeuten. Er sprach mit Hallervordens Sohn und erlebte mit, wie sich Schauspieler Michael Kessler für eine ZDF-Reihe in Hallervordens Doppelgänger verwandelt.

Ein Buch, das längst nicht nur etwas für ausgesprochene Hallervorden-Fans ist. Denn es geht vor allem um den Menschen, der in seinen mehr als 80 Lebensjahren eine schier unglaubliche Wandlung geschafft hat.

Ein Buch, das man eigentlich nicht mehr aus der Hand legen kann. Sehr lesenswert.

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