Nacken- und Rückenschmerzen

Brustverkleinerung: Wann zahlt die Krankenkasse?

Lesen Sie hier, unter welchen Voraussetzungen die Krankenkasse die Kosten für eine Brustverkleinerung übernimmt. Und was man bei einem Widerspruch tun kann.
Große Brüste können zu Rücken- und Nackenschmerzen sowie Verspannungen führen. Eine Brustverkleinerung wird daher unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenkassen bezahlt. © Adobe Stock

Wenn große Brüste für gesundheitliche Probleme sorgen, muss die Krankenkasse möglicherweise die Kosten für eine Brustverkleinerung tragen. Das hat das Sozialgericht Karlsruhe in einer Entscheidung bestätigt, auf die der Deutsche Anwaltverein hinweist (AZ: S 16 AS 2698/20).

Fallbeispiel: Wann ist eine Brustverkleinerung sinnvoll?

Im konkreten Fall hatte eine 42-Jährige geklagt, die aufgrund ihrer großen Brüste chronische Nacken- und Rückenschmerzen hatte. Krankengymnastik, Rückentraining und eine ambulante Schmerztherapie brachten keine Besserung. Daraufhin bestätigten die Gynäkologin und der Orthopäde der Patientin, dass eine Brustverkleinerung notwendig sei.

Die Krankenkasse der Klägerin weigerte sich jedoch, die Kosten für die OP zu tragen. Stattdessen brachte die Versicherung einen anderen Therapievorschlag ein: Die Patientin solle abnehmen, weil ein Zusammenhang zwischen ihrer Brustgröße und ihrer Adipositas bestehe.

Zudem sei die Größe ihrer Brüste nur eine der Ursachen für ihre Schmerzen, so die Argumentation der Krankenkasse.

Gewichtsabnahme reicht nicht aus, um Schmerzen zu lindern

Die Frau zog daraufhin vor Gericht – mit Erfolg. Das Sozialgericht verpflichtete die Krankenkasse dazu, die Kosten für die Brustverkleinerung zu tragen. Die Begründung: Eine Gewichtsabnahme würde nicht ausreichen, um so viel Brustgewebe zu verlieren, dass sich die Beschwerden bessern.

dpa

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