Milchprodukte „fressen“ Säure des Rhabarbers auf

Weil er oft als Kompott oder Kuchenbelag eingesetzt wird, geht der Rhabarber gern als Obst durch. Die Stangen sind aber ein Gemüse. Wenn auch sehr sauer. Der Milch-Trick hilft.
Bis zum 24. Juni werden die sauren Rhabarberstangen geerntet. Nach dem Johannistag sammeln sie wieder Kraft für die nächste Saison. © Mascha Brichta/dpa

Er tarnt sich als Obst und schmeckt eher sauer: Eines der ersten Gemüse, deren Ernte gerade begonnen hat, ist Rhabarber. Der Frühlingsbote trumpft mit reichlich Vitaminen und Mineralstoffen auf, wird aber oft wegen seiner dominanten Fruchtsäuren verschmäht.

Rhabarber: Säure wird durch Calcium gebunden

Das kann man aber ändern. Die Säuren können durch das in Milchprodukten enthaltene Calcium gebunden werden.

Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (RLV) hin und empfiehlt, Rhabarber gemeinsam mit Milchprodukten zu verzehren.

Erfrischend als Schorle oder als Chutney zu Fleisch

Auch wenn Rhabarber wie eine Obstart verwendet wird, handelt es sich um ein Gemüse. Denn die fleischigen Blattstiele werden verzehrt. Am liebsten als leckerer Rhabarberkuchen oder erfrischendes Dessert.

Aber Rhabarber geht auch herzhaft, etwa als Chutney zu einem guten Stück Fleisch. Rhabarber löscht auch den Durst. Schorle aus Rhabarbersaft ist in den vergangenen Jahren richtig in Mode gekommen.

Rhabarber lässt sich einfrieren

Rhabarberstangen lassen sich einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Wer auch nach der kurzen Rhabarbersaison bis zum 24. Juni noch Lust auf das saure Gemüse hat, kann es sehr gut einfrieren.

Dazu werden die Stangen gewaschen, geputzt und in mundgerechte Stücke geschnitten. Wegen des Gehalts an Oxalsäure sollten Nierenkranke auf den Verzehr von Rhabarber verzichten.

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dpa

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