Früchtchen im Test

Warum gefrorene Beeren oft besser als frische sind

Frische Himbeeren und Heidelbeeren lachen einen meist gleich zu Beginn der Einkaufsrunde im Supermarkt an. Sie sind allerdings anfällig für Schimmelpilze - im Gegensatz zu Tiefkühlbeeren.
Tiefgekühlte Beeren sind oft die bessere Wahl. Um Keimen keine Chance zu geben, sollte die Kühlkette für den Transport nach Hause nicht unterbrochen werden. Am besten eine Kühltasche nutzen. © Franziska Gabbert/dpa

Wer kann schon süßen Früchtchen widerstehen? Himbeeren und Heidelbeeren verführen einfach zum Naschen. Weil sie aber immer wieder mal in Verbindung mit Hepatitis-Erregern und Noroviren gebracht wurden, wollte es die Stiftung Warentest ganz genau wissen und hat die feinen Früchtchen unter die Lupe genommen.

Frische Himbeeren anfällig für Keime

Die Tester können Entwarnung geben: Sie fanden keine derartigen Viren – und auch keine Salmonellen oder Listerien. Im Test mit 29 frischen und tiefgekühlten Produkten zeigten sich lediglich frische Himbeeren anfällig für Verderbniskeime, heißt es in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 6/2021).

In vier der sechs getesteten Packungen wurden Schimmelpilze oder Hefen nachgewiesen. Dafür gab es dann nur noch das Urteil „ausreichend“.

Daher lautet die Empfehlung der Tester: Frische Himbeeren nur ohne Fehl und Tadel kaufen. Sie sollten glänzen und keine Druckstellen haben.

Bei Gefrorenem die Kühlkette einhalten

Grundsätzlich empfiehlt es sich, eher zu gefrorenen Beeren zu greifen. Hierbei sollte die Kühlkette nicht unterbrochen werden – daher am besten eine Kühltasche für den Transport verwenden.

Rund die Hälfte der Produkte überzeugt

Insgesamt lautete das mikrobiologische Testurteil der Stiftung Warentest von mehr als der Hälfte der 29 Produkte „gut“ oder „sehr gut“.

Spitzenreiter sind die tiefgekühlten Bio-Heidelbeeren von Lidl (Bio Organic für 76 Cent/100 g) und Kaufland (K-Bio für 76 Cent/100 g) sowie die frischen Kulturheidelbeeren aus konventionellem Anbau von Lidl (1 Euro/100 g) und Aldi Nord (Natur Lieblinge (1,03 Euro/100 g).

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